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Praktische Weisheit im Alltag

Notizen und vergleichende Betrachtungen aus diesem Themenbereich des Archivs.

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Praktische Weisheit im Alltag

Geduld (Sabr): die Tugend der standhaften Ausdauer im Vergleich

Geduld – arabisch ṣabr, griechisch hypomonē, lateinisch patientia, in der Pāli-Sprache khanti – ist die traditionsübergreifende Kardinaltugend der standhaften Ausdauer im Leid. Dieser Beitrag vergleicht ihre Begründung in Sufismus, Christentum, Stoa und Buddhismus und fragt, wo Geduld zur Reife führt und wo sie zur Ausrede für das Ertragen von Unrecht wird.

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Tägliches Dhikr, Tafakkur und die Wird-Ordnung

In der islamischen Sufi-Tradition die Disziplin des morgendlichen und abendlichen Dhikr, der Zeit des Tafakkur und des nächtlichen Gebets; die tägliche Struktur des edlen Wird und im vergleichenden Kontext Parallelen zum hinduistischen sandhya-vandana und zum christlichen Stundengebet.

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Hadīth-i Arbaʿīn: Die Tradition der Vierzig Hadithe und die praktische Weisheit

Das Sammelgenre der 40 Hadithe in der islamischen Tradition; eine Familie kanonischer Texte, allen voran die Arbaʿīn des Imām an-Nawawī, die ethisch-weisheitliche Zusammenfassungen systematisieren und als praktisches Handbuch der modernen muslimischen Spiritualität fungieren.

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Moderner Stoizismus und praktische Weisheit

Die Widerspiegelung der antiken Philosophie von Marcus Aurelius, Epiktet und Seneca im 21. Jahrhundert; die unter der Führung von Ryan Holiday, William Irvine und Massimo Pigliucci als Praxis des täglichen Lebens wiedergeborene stoische Schule.

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Stoische Spiritualität: Logos, Pneuma und geistige Übungen

Die geistige Dimension der Stoa: die Kosmologie von Logos und Pneuma, die Identität von Gott und Natur, oikeiosis und kosmische Bürgerschaft; Hadots geistige Übungen (prosoche, premeditatio, der Blick von oben), das rechte Verständnis der apatheia und die strukturelle Parallele von Ergebung und Gottvertrauen.

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Tawakkul: das Gottvertrauen und die Kunst des Loslassens

Tawakkul – das vollständige Gottvertrauen – ist eine zentrale Station des Sufi-Weges: das Vertrauen darauf, dass Gott für den Menschen sorgt, ohne dass dieser deshalb das eigene Handeln aufgibt. Dieser Beitrag erklärt das berühmte Spannungsfeld „erst das Kamel anbinden, dann vertrauen“, al-Ghazālīs Stufen des Tawakkul und sein Verhältnis zu riḍā und Hingabe, und vergleicht es mit christlichem Vorsehungsvertrauen, stoischem amor fati und daoistischem Geschehenlassen.

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