Bava Batra — Blatt 121b
1hatte Moše keine Unterredung, denn es heißt :und als die kriegstüchtigen Männer ausgestorben waren, und hierauf folgt:da redete der Herr mit mir, er unterhielt sich mit mir.
2U͑la erklärte: Es ist der Tag, an dem Hošea͑, der Sohn Elas, die Wachen abgeschafft hat, die Jerobeám, der Sohn Nebaṭs, auf die Wege gesetzt hatte, um die Jisraéliten von der Wallfahrt abzuhalten
3R. Mathna erklärte: Es ist der Tag, an dem die Beerdigung der Gefallenen von Bitther gestattet wurde. R. Mathna sagte nämlich: An dem Tage, an dem die Beerdigung der Gefallenen von Bitther freigegeben wurde, ordneten sie in Jabne [den Segen] ‘der Gute und Gütige’ an; der Gute: daß sie nicht verwesten; der Gütige: daß ihre Beerdigung freigegeben wurde.
4Rabba und R. Joseph erklärten beide: Es ist der Tag, an dem das Holzfällen für den Altar aufhört. Es wird nämlich gelehrt: R. Elie͑zer der Große sagte: Sobald der fünfzehnte Ab heranreicht, ist die Kraft der Sonne gebrochen; man hört dann auf, Holz für den Altar zu fällen. R. Menaše sagte: Man nannte ihn Tag des Axtbruches.
5Wer von diesem ab hinzufügt, dem wird [Leben] hinzugefügt, wer nicht hinzufügt, schwindet. – Was heißt: schwindet? R. Joseph lehrte: Den begräbt seine Mutter.
6Die Rabbanan lehrten: Sieben umfaßten das ganze Welt[alter]. Methušelaḥ sah Adam, Šem sah Methušelaḥ, Ja͑qob sah Šem, A͑mram sah Ja͑qob, Aḥija aus Šilo sah A͑mram, Elijahu sah Aḥija aus Šilo, und dieser lebt heute noch. –
7Sah denn Aḥija aus Šilo den A͑mram, es heißt ja: keiner von ihnen blieb zurück, außer Kaleb, dem Sohne Jephunnes, und Jehošua͑, dem Sohne Nuns!?
8R. Hamnuna erwiderte: Über den Stamm Levis ist der Beschluß nicht verhängt worden, denn es heißt:in dieser Wüste sollen eure Leiber fallen, alle eure Gemusterten nach eurer ganzen Zahl, von zwanzig Jahren an und darüber; nur diejenigen, die mit zwanzig Jahren und darüber gemustert wurden, ausgenommen ist der Stamm Levi, der erst mit dreißig Jahren gemustert wurde. –
9Ist denn niemand von den übrigen Stämmen eingezogen, es wird ja gelehrt: Jaír, der Sohn Menašes, und Makhir, der Sohn Menašes, wurden zu Lebzeiten Ja͑qobs geboren und starben erst nachdem die Jisraéliten in das Land einzogen, denn es heißt :und die Einwohner von A͑j schlagen von ihnen ungefähr sechsunddreißig Mann. Hierzu wird gelehrt: Sechsunddreißig, dem Wortlaute gemäß – so R. Jehuda.
10R. Neḥemja sprach zu ihm: Heißt es denn sechsunddreißig, es heißt ja: ungefähr sechsunddreißig!? Vielmehr ist darunter Jaír, der Sohn Menašes, zu verstehen, der die Mehrheit des Synedriums aufwog.
11Vielmehr, erklärte R. Aḥa b. Ja͑qob, der Beschluß wurde weder über jüngere als zwanzig noch über ältere als sechzig verhängt. Nicht über jüngere als zwanzig, denn es heißt: von zwanzig Jahren an und darüber; und nicht über ältere als sechzig, denn dies ist aus [dem Worte] und darüber zu entnehmen, das auch bei dem Schätzgelübde gebraucht wird; wie da [das Alter] über sechzig [dem Alter] unter zwanzig gleicht, ebenso glich auch hierbei das Alter über sechzig dem Alter unter zwanzig.
12Sie fragten: Ist das Jisraélland an die Stämme verteilt worden oder ist es nach der Kopf[zahl] an die einzelnen Personen verteilt worden? –
Text: „Der Babylonische Talmud", übers. Lazarus Goldschmidt (1929, † 1950), gemeinfrei. Digitale Quelle: Sefaria.