Tamid — Blatt 29b

1eine Beere oder eine Traube spendete, brachte sie und hängte sie daran. R. Elea͑zar b. R. Çadoq sagte: Einst tate sich dreihundert Priester zusammen, um ihn fortzubringen.

2Beim Vorhange, denn wir haben gelernt: R. Šimo͑n b. Gamliél sagte im Namen des Priestervorstehers R. Šimo͑n: Der Vorhang war eine Handbreite dick und auf siebenundsiebzig Kettenschnüre gewebt; jede Schnur war aus vierundzwanzig Fäden [gedreht],

3er hatte eine Länge von vierzig Ellen und eine Breite von zwanzig Ellen, und wurde von zweiundachtzig Myriaden hergestellt. Jährlich wurden zwei angefertigt, und dreihundert Priester tauchten ihn unter.

4ALSDANN BEGANNEN SIE DIE HOLZSCHEITE HINAUFZULEGEN &C. MIT AUSNAHME DES OLIVENBAUMES UND DES WEINSTOCKES &C. Weshalb [nicht] von diesen? R. Papa erklärte: Weil sie veraschen. R. Aḥa b. Ja͑qob erklärte: Wegen der Besiedelung des Jisraéllandes.

5Man wandte ein: Auf das Holz, das auf dem Feuer; Holz, das Feuer zu werden geeignet ist, nämlich glatte Zweige, die nicht astig sind.

6Man wandte ein: Jedoch pflegte man folgendes zu verwenden: Zweige vom Feigenbäume, vom Nußbaume und vom Ölbaume. R. Elea͑zar fügt noch hinzu: vom Zürgelbäume, von der Terebinthe, von der Dattelpalme, vom Johannisbrotbaume und von der Sykomore.

7Allerdings besteht nach demjenigen, der erklärt, weil sie veraschen, ihr Streit in folgendem: einer ist der Ansicht, obgleich sie innen nicht veraschen, verwende man sie nicht, weil sie außen veraschen, und einer ist der Ansicht, da sie innen nicht veraschen, verwende man sie wohl, obgleich sie außen veraschen.

8Aber ist denn nach demjenigen, der erklärt, wegen der Besiedlung des Jisraéllandes, bei der Dattelpalme nicht die Besiedlung des Jisraéllandes zu berücksichtigen!? –

9Er kann dir erwidern: ist etwa, auch nach deiner Auffassung, beim Feigenbaume nicht die Besiedlung des Jisraéllandes zu berücksichtigen!? Du mußt also erklären, von einem Feigenbaume, der keine Frucht trägt, ebenso gilt dies von einer Dattelpalme, die keine Frucht trägt. –

10Gibt es denn einen Feigenbaum, der keine Frucht trägt? – Freilich, nach Reḥaba, denn Reḥaba sagte: Man holt [Setzlinge von] weißen Feigen

Text: „Der Babylonische Talmud", übers. Lazarus Goldschmidt (1929, † 1950), gemeinfrei. Digitale Quelle: Sefaria.