Bava Batra — Blatt 103a

1so werden sie nicht mitgemessen.

2Weshalb denn, sie sollten doch besonders geheiligt sein!? Wolltest du erwidern, sie werden nicht geheiligt, da sie keine Korfläche fassen,

3so wird ja gelehrt: Feld, worauf bezieht sich dies? Da es heißt: die Saatfläche von einem Ḥomer Gerste für fünfzig Šeqel Silber, so könnte man glauben, dies gelte nur von dem Falle,

4wenn man ein solches geweiht hat, und man wüßte nicht, daß auch ein Lethekh, ein halber Lethekh, eine Seá, eine halbe Seá, ein Trikab und sogar ein halber Trikab einbegriffen ist, so heißt es Feld, von jedem Umfange.

5R. U͑qaba b. Ḥama erwiderte: Da wird von Spalten voll Wasser gesprochen, die zum Besäen nicht geeignet sind. Dies ist auch zu beweisen, denn er lehrt es gleichlautend von diesen und von Felsen. Schließe hieraus. –

6Demnach sollte dies auch von kleineren gelten!? – Solche heißen Erdritzen und Erdadern.

7Wie verhält es sich hierbei? - R. Papa erwiderte: Selbst wenn sie nicht voll Wasser sind. – Aus welchem Grunde? – Niemand will Geld für ein Feld zahlen, das wie zwei oder drei aussieht.

8Rabina wandte ein: Er lehrt ja von diesen gleichlautend wie von Felsen, und wie Felsen zum Besäen nicht geeignet sind, ebenso handelt es ja auch von diesen, wenn sie zum Besäen nicht geeignet sind!? – Gleich Felsen, wenn es kleinere sind.

9KLEINERE WERDEN MITGEMESSEN. R. Jiçḥaq sagte: Die Felsen, von denen sie sprechen, dürfen [zusammen nur] vier Kab haben. R. U͑qaba b. Ḥama sagte: Dies nur, wenn sie in [einer Fläche von] fünf Kab verteilt sind. R. Ḥija b. Abba sagte im Namen R. Joḥanans: Dies nur, wenn sie im größeren Teile des Feldes verteilt sind.

10R. Ḥija b. Abba fragte: Wie ist es, wenn der größere Teil im kleineren Teile und der kleinere im größeren Teile sich befindet? Dies bleibt unentschieden.

11R. Jirmeja fragte:

Text: „Der Babylonische Talmud", übers. Lazarus Goldschmidt (1929, † 1950), gemeinfrei. Digitale Quelle: Sefaria.