Bava Batra — Blatt 96b

1Šemuél aber sagt, der Wein springe auf die Schulter seines Eigentümers.

2R. Joseph traf eine Entscheidung beim Met nach Rabh und beim Weine nach Šemuél. Die Halakha ist wie Šemuél.

3Dio Rabbanan lehrten: Über Met aus Datteln, über Met aus Gerste und über Hefenwein spreche man. den Segen ‘Alles entsteht durch sein Wort’. Andere sagen, über Hefenwein, der einen Weingeschmack hat, spreche man den Segen ‘Der die Frucht der Rebe erschafft’. Rabba und R. Joseph sagten beide, die Halakha sei nicht wie die anderen.

4Raba sagte: Alle stimmen überein, daß er, wenn man drei [Krüglein Wasser] aufgießt und vier herauskommen, als Wein gelte. Raba vertritt nämlich hierbei seine Ansicht, denn er sagte, ein Wein, dem man auf einen Teil nicht drei Teile Wasser beimischen kann, gelte nicht als Wein.

5Und daß er, wenn man drei auf gießt und drei herauskommen, nichts sei ; sie streiten nur über den Fall, wenn man drei auf gießt und dreieinhalb herauskommen. Die Rabbanan sind der Ansicht, drei sind hineingekommen und drei sind herausgekommen ; nur ein halbes ist hinzugekommen, und ein halbes auf sechs halbe [Krüglein] Wasser ist nichts;

6die anderen aber sind der Ansicht, drei sind hineingekommen und zweieinhalb sind herausgekommen; ein Krüglein ist hinzugekommen, und ein Krüglein auf zweieinhalb ist guter Wein.

7Streiten sie denn über den Fall, wenn mehr herauskommt, wir haben ja gelernt,

Text: „Der Babylonische Talmud", übers. Lazarus Goldschmidt (1929, † 1950), gemeinfrei. Digitale Quelle: Sefaria.