Chagiga — Blatt 19b
1Meír sagt, man dürfe in der oberen untertauchen, ich aber sage, nur in der unteren und nicht in der oberen!? Dieser erwiderte: Ist dies gelehrt worden, so ist es gelehrt worden.
2WER AUF PROFANES BESCHRÄNKT FÜR PROFANES UNTERGETAUCHT IST &C. Unsere Mišna vertritt also die Ansicht der Rabbanan, die zwischen Profanem und [zweitem] Zehnten unterscheiden,
3der Schlußsatz aber [lehrt] die Kleider eines Menschen aus dem gemeinen Volke gelten als [unrein durch] Auftreten für Pharisäer, und die Kleider eines Pharisäers gelten als [unrein durch] Auftreten für die, die Hebe essen;
4also nach R. Meír, welcher sagt, Profanes und [zweiter] Zehnt gleichen einander. Der Anfangssatz nach den Rabbanan und der Schlußsatz nach R. Meír!? – Allerdings, der Anfangssatz nach den Rabbanan und der Schlußsatz nach R. Meír.
5R. Aḥa b. Ada lehrt auch im Schlußsatze fünf Grade und addiziert die ganze [Mišna] den Rabbanan.
6R. Mari sagte: Hieraus ist zu entnehmen daß Profanes, das in für Heiliges geltende Reinheit zubereitet worden ist, Heiligem gleiche. – Wieso dies? –
Text: „Der Babylonische Talmud", übers. Lazarus Goldschmidt (1929, † 1950), gemeinfrei. Digitale Quelle: Sefaria.