Chagiga — Blatt 21b
1ein Knoten [im Wasser] fest verschlungen ist, im Anfangssatze aber, wo das Wasser das Gefäß trägt, gelte es nicht als Trennung. Daher sind beide nötig.
2R. Ila vertritt hierin seine Ansicht, denn R. Ila sagte im Namen des R. Ḥanina b. Papa: Zehn Auszeichnungen werden hier aufgezählt; die ersten fünf gelten sowohl von Heiligem als auch von Profanem, das in für Heiliges geltende Reinheit zubereitet worden ist, die letzten gelten nur von Heiligem, nicht aber von Profanem, das in für Heiliges geltende Reinheit zubereitet worden ist. –
3Aus welchem Grunde? – Die ersten fünf, wobei eine Unreinheit nach Vorschrift der Tora zu berücksichtigen ist, haben die Rabbanan sowohl für Heiliges als auch für Profanes, das in für Heiliges geltende Reinheit zubereitet worden ist, angeordnet, die letzten aber, wobei keine Unreinheit nach Vorschrift der Tora zu berücksichtigen ist, haben die Rabbanan nur für Heiliges angeordnet, nicht aber haben es die Rabbanan angeordnet für Profanes, das in für Heiliges geltende Reinheit zubereitet worden ist.
4Raba erklärte: Wenn es im Schlußsatze wegen der Trennung erfolgt, so erfolgt es im Anfangsatze nicht wegen der Trennung; vielmehr erfolgt es im Anfangssatze aus dem Grunde, weil berücksichtigt wird, man könnte Näh- und Sticknadeln in einem Gefäße untertauchen, dessen Mündung nicht [die Breite] eines Schlauchmundstückes hat. Wir haben nämlich gelernt: Die Vereinigung von Tauchbädern erfolgt durch [einen Kanal] wie das Schlauchmundstück,
Text: „Der Babylonische Talmud", übers. Lazarus Goldschmidt (1929, † 1950), gemeinfrei. Digitale Quelle: Sefaria.