Chullin — Blatt 34b
1gegenüber dem Heiligen als Unreinheit gilt.
2R. Zera sagte im Namen R. Asis im Namen R. Joḥanans im Namen R. Jannajs: Wer drittgradig [Unreines] von Profanem, das in Reinheit des Heiligen zubereitet worden ist, gegessen hat, dessen Körper ist für Heiliges zweitgradig [unrein].
3R. Zera wandte gegen R. Asi ein: Wenn eine drittgradige, zweitgradig [unrein] für Heiliges, nicht aber zweitgradig für Hebe, und zwar bei Profanem, das in Reinheit der Hebe zubereitet worden ist. Nur in Reinheit der Hebe, nicht aber in Reinheit des Heiligen!?
4Dieser erwiderte: Hiervon gilt dies um so mehr. –
5Er sagte ja aber, dieser sage es nur von der Hebe!? – Amoraíim streiten über die Ansicht R. Joḥanans.
6U͑la sagte: Wer drittgradig [Unreines] von Profanem, das in Reinheit der Hebe zubereitet worden ist, gegessen hat, dessen Körper ist zum Essen von Hebe untauglich. –
7Was lehrt er uns damit, wir haben ja bereits gelernt, wenn eine drittgradige, sei er zweitgradig für Heiliges, nicht aber sei er zweitgradig für Hebe, und zwar bei Profanem, das in Reinheit der Hebe zubereitet worden ist; nur zweitgradig ist er nicht, drittgradig aber wohl? –
8Hieraus könnte man entnehmen, er sei weder zweitgradig noch drittgradig, und nur weil er hinsichtlich des Heiligen lehrt, er sei zweitgradig, deshalb lehre er auch hinsichtlich der Hebe, er sei nicht zweitgradig, so lehrt er uns.
9R. Hamnuna wandte gegen U͑la ein: Das erstgradig Unreine macht bei Profanem anderes unrein, das zweitgradige macht nur untauglich und nicht unrein, das drittgradige darf als Topfspeise mit Bemischung von Hebe gegessen werden.
10Wieso darf man, wenn du sagst, dessen Körper werde zum Essen von Hebe untauglich, ihn etwas essen lassen, das seinen Körper untauglich macht!? Dieser erwiderte: Laß die Bemischung einer Topfspeise,
Text: „Der Babylonische Talmud", übers. Lazarus Goldschmidt (1929, † 1950), gemeinfrei. Digitale Quelle: Sefaria.