Chullin — Blatt 35a
1wobei keine Olive auf die Dauer, während welcher man ein Peras essen kann, kommt.
2R. Jonathan sagte im Namen Rabbis: Wer drittgradig unreine wirkliche Hebe gegessen hat, darf solche nicht essen, jedoch berühren.
3Und sowohl [die Lehre] U͑las als auch die des R. Jonathan ist nötig. Aus der des U͑la könnte man entnehmen, dies gelbe nur von Profanem, das in Reinheit der Hebe zubereitet worden ist, wirkliche Hebe aber dürfe er auch nicht berühren, daher ist die des R. Jonathan nötig. Und aus der des R. Jonathan könnte man entnehmen, dies gelte nur von wirklicher Hebe, Profanes aber dürfe er auch essen. Daher sind beide nötig.
4R. Jiçḥaq, Sohn des Šemuél b. Martha, saß vor R. Naḥman und trug vor: Wer drittgradig [Unreines] von Profanem, das in Reinheit des Heiligen zubereitet worden ist, gegessen hat, gilt als rein, Heiliges essen zu dürfen, denn außer wirklichem Heiligen hast du nichts, das beim Heiligen viertgradig [unrein] macht.
5Rami b. Ḥama wandte ein: Wenn eine drittgradige, zweitgradig [unrein] für das Heilige, nicht aber zweitgradig für die Hebe, und zwar bei Profanem, das in Reinheit der Hebe zubereitet worden ist. Weshalb denn, es ist ja nicht wirkliches Heiliges!?
6Dieser erwiderte: Laß die Hebe, deren Reinheit dem des Heiligen gegenüber als Unreinheit gilt. –
7Woher entnimmst du dies? – Wir haben gelernt: Die Kleider der Leute aus dem gemeinen Volke gelten für Pharisäer als [verunreinigend durch] Auftreten, die Kleider der Pharisäer gelten für Leute, die Hebe essen, als [verunreinigend durch] Auftreten, und die Kleider der Leute, die Hebe essen, gelten für Leute, die Heiliges essen, als [verunreinigend durch] Auftreten.
8Raba entgegnete: Von [der Unreinheit durch] Auftreten ist nichts zu beweisen;
Text: „Der Babylonische Talmud", übers. Lazarus Goldschmidt (1929, † 1950), gemeinfrei. Digitale Quelle: Sefaria.