Nasir — Blatt 36a

1Zee͑ri sagt, auch beim Verbote, Sauerteig aufzuräuchern. – Wohl nach R. Elie͑zer, der [das Wort] allenauslegt,

2demnach sollte dies auch vom Gesäuertengelten!? – Freilich, dem ist auch so, nur schließt dies die Lehre Abajjes aus; dieser sagt, es gebe eine Aufräucherung bei einem Quantum unter einer Olive, so lehrt er uns, daß es bei einem Quantum unter einer Olive keine Aufräucherung gebe.

3R. Dimi saß und trug diese Lehre vor, da wandte Abajje gegen ihn ein: Wenn der Brei von Hebe und der Knoblauch und das Öl profan sind, und einer, der am selben Tage untergetauchtist, einen Teil berührt, so hat er alles untauglich gemacht; wenn aber der Brei profan und der Knoblauch und das Öl von Hebe sind, und einer, der am selben Tage untergetaucht ist, einen Teil berührt, so hat er nur die berührte Stelle untauglich gemacht.

4Und auf unseren Einwand, weshalb denn die berührte Stelle untauglichsei, erwiderte Rabba b. Bar Ḥana im Namen R. Joḥanans, aus dem Grunde, weil ein Gemeinerwegen [des Quantums] einer OliveGeißelhiebe erhält.

5Doch wohl deshalb,

Text: „Der Babylonische Talmud", übers. Lazarus Goldschmidt (1929, † 1950), gemeinfrei. Digitale Quelle: Sefaria.