Schabbat — Blatt 136b
1wenn sie die Frau eines Jisraéliten ist, die Ḥaliça zu vollziehen, und wenn sie die Frau eines Priesters ist, die Ḥaliça nicht zu vollziehen,
2und wie R. Šerebja im Namen Rabas sagt, ob so oder so, die Ḥaliça zu vollziehen.
3Rabina sprach zu R. Šerebja: So sagte Raba abends, am [nächsten] Morgen aber trat er davon zurück. Dieser erwiderte: Ihr habt sie also erlaubt; mag es noch sein Wille sein, daß ihr auch Talg erlaubt.
4R. JEHUDA ERLAUBT &C. R. Šezbi sagte im Namen R. Ḥisdas: Nicht in jeder Hinsicht sagt R. Jehuda, daß der Zwitter als Mann zu betrachten sei, denn wäre dies der Fall, so müßte er bei Schätzgelübden geschätzt werden. —
5Woher, daß er nicht geschätzt wird? — Es wird gelehrt: Der Mann, nicht aber der Geschlechtslose und der Zwitter. Man könnte glauben, er werde nicht im Werte eines Mannes geschätzt, wohl aber im Werte einer Frau, so heißt es: der Mann, und wenn es ein Weib ist; nur wenn es ein Mann oder ein Weib ist, nicht aber der Geschlechtsakte und der Zwitter.
Text: „Der Babylonische Talmud", übers. Lazarus Goldschmidt (1929, † 1950), gemeinfrei. Digitale Quelle: Sefaria.