Sevachim — Blatt 28b
1und da es auf [das Essen] außerhalb der Fristnicht zu beziehen ist, so beziehe man es auf [das Essen] außerhalb des Raumes, und da der Allbarmherzige beim Übriggebliebeneneinschränkt:wer davon ißt, trägt seine Schuld, so schließt dies [das Essen] außerhalb des Raumes aus. –
2Vielleicht aber: wer davon ißt, trägt seine Schuld, außerhalb des Raumes, und dies schließt das Übriggebliebene von der Ausrottung aus!? –
3Es ist einleuchtend, daß die Ausrottung auf das Übriggebliebene zu beziehen ist, damit man aus [dem Worte] Schuldfolgere, daß dies auch vom [Essen] außerhalb der Fristgelte, das diesem hinsichtlich der Frist und des Privataltarsgleicht. –
4Im Gegenteil, die Ausrottung sollte auf [das Essen] außerhalb des Raumes bezogen werden, damit man aus [dem Worte] Schuld folgere, daß dies auch vom [Essen] außerhalb der Frist gelte, das diesem in Absicht, Teil, Blutund Drittemgleicht!?
5Vielmehr, erwiderte R. Joḥanan, Zabhdi b. Levi erklärte, dies sei aus [dem Worte] heilig zu entnehmen. Hier heißt es:das Geheiligte des Herrn hat er entweiht, er soll ausgerottet werden, und dortheißt es: du sollst das Übriggebliebene im Feuer verbrennen, [denn heilig] &c.; wie dort vom Übriggebliebenen gesprochen wird, ebenso wird auch hier vom Übriggebliebenen gesprochen,
6und da der Allbarmherzige beim Übriggebliebenen einschränkt: wer davon ißt, trägt seine Schuld, so schließt dies [das Essen] außerhalb des Raumes von der Ausrottung aus. –
7Woraus ersiehst du, daß der längere Schriftvers[vom Essen] außerhalb der Frist und [das Wort] dritten im Abschnitt ‘Heilig sollt ihr sein’ [vom Essen] außerhalb des Raumes spricht, vielleicht entgegengesetzt!? –
8Es ist einleuchtend, daß der längere [vom Essen] außerhalb der Frist spricht, damit man durch [das Wort] Schuld folgerevom Übriggebliebenen, das diesem hinsichtlich der Frist und des Privataltars gleicht. –
9Im Gegenteil, der längere ist ja auf [das Essen] außerhalb des Raumes und [das Wort] dritter im Abschnitt ‘Heilig sollt ihr sein’ auf [das Essen] außerhalb der Frist zu beziehen, denn es gleicht diesem, steht in seiner Nähe und schließt es aus!?
10Raba erklärte: Alles ist aus dem längeren Schriftverse zu folgern. Es heißt:essengegessen, die Schrift spricht von zwei Verzehrungen, von der Verzehrung durch Menschen und der Verzehrung durch den Altar.
11Vom Fleische der Schlachtung seines Heilsopfers; wie beim Heilsopfer manchesverwerflich machen und manchesverwerflich werden kann, ebenso auch alles andere, wobei manches verwerflich machen und manches verwerflich werdenkann.
12Dritten, das [Essen] außerhalb der Frist.
13Soll nicht wohlgefällig machen, der Wohlgefälligmachung des Tauglichen gleicht die Wohlgefälligmachung des Untauglichen; wie die Wohlgefälligmachung des Tauglichen erst dann erfolgt, wenn das, was es erlaubt macht, dargebracht wordenist, ebenso gilt diesvom Untauglichen erst dann, wenn das, was es erlaubt macht, dargebracht worden ist.
14Der darbringt, es wird bei der Darbringung untauglich, nicht aber am dritten. Es, die Schrift spricht vom Opfer und nicht vom Priester.
15Es soll nicht angerechnet werden,
Text: „Der Babylonische Talmud", übers. Lazarus Goldschmidt (1929, † 1950), gemeinfrei. Digitale Quelle: Sefaria.