Sevachim — Blatt 2a

1JEDES OPFER, DAS AUF EINEN ANDEREN NAMEN GESCHLACHTET WORDEN IST, IST TAUGLICH, NUR HAT DER EIGENTÜMER SICH DAMIT SEINER PFLICHT NICHT ENTLEDIGT, AUSGENOMMEN SIND DAS PESAḤOPFER UND DAS SÜNDOPFER; DAS PESAḤOPFER ZU SEINER ZEIT UND DAS SÜNDOPFER ZU JEDER ZEIT.

2R. ELIE͑ZER SAGT, AUCH DAS SCHULDOPFER; DAS PESAḤOPFER ZU SEINER ZEIT UND DAS SÜND- UND DAS SCHULDOPFER ZU JEDER ZEIT. R. ELIE͑ZER SPRACH: DAS SÜNDOPFER WIRD WEGEN EINER SÜNDE DARGEBRACHT UND DAS SCHULDOPFER WIRD WEGEN EINER SÜNDE DARGEBRACHT, WIE NUN DAS AUF EINEN ANDEREN NAMEN DARGEBRACHTE SÜNDOPFER UNTAUGLICH IST, EBENSO IST AUCH DAS AUF EINEN ANDEREN NAMEN DARGEBRACHTE SCHULDOPFER UNTAUGLICH.

3JOSE B. ḤONI SAGT, WAS AUF DEN NAMEN EINES PESAḤOPFERS UND AUF DEN NAMEN EINES SÜNDOPFERS GESCHLACHTET WORDEN IST, IST UNTAUGLICH.

4ŠIMO͑N, DER BRUDER DES A͑ZARJA, SAGT, WAS AUF DEN NAMEN EINES HÖHER[HEILIGEN OPFERS] GESCHLACHTET WORDEN IST, IST TAUGLICH, UND WAS AUF DEN NAMEN EINES MINDER[HEILIGEN] GESCHLACHTET WORDEN IST, IST UNTAUGLICH.

5ZUM BEISPIEL : HAT MAN HOCHHEILIGES AUF DEN NAMEN VON MINDERHEILIGEMGESCHLACHTET, SO IST ES UNTAUGLICH, HAT MAN ABER MINDERHEILIGES AUF DEN NAMEN VON HOCHHEILIGEM GESCHLACHTET, SO IST ES TAUGLICH. HAT MAN DAS ERSTGEBORENE ODER DAS ZEHNTEAUF DEN NAMEN EINES HEILSOPFERS GESCHLACHTET, SO IST ES TAUGLICH; HAT MAN EIN HEILSOPFER AUF DEN NAMEN DES ERSTGEBORENEN ODER DES ZEHNTENGESCHLACHTET, SO IST ES UNTAUGLICH.

6GEMARA. Weshalb heißt es : nur hat der Eigentümer sich damit seiner Pflicht nicht entledigt, es sollte doch heißen : und hat der Eigentümer sich damit seiner Pflicht nicht entledigt!? –

7Folgendes lehrt er uns: allerdings hat der Eigentümer sich damit seiner Pflicht nicht entledigt, wohl aber behalten sie ihre Heiligkeit, und man darf an ihnen nichts ändern.

8Dies nach Raba, denn Raba sagte: Hat man ein Brandopfer auf einen anderen Namen geschlachtet, so darf man das Blut nicht auf einen anderen Namen sprengen.

9Wenn du willst, ist dies zu begründen, und wenn du willst, ist dies aus einem Schriftverse zu entnehmen. Wenn du willst, ist dies zu begründen : sollte man denn, weil man dabei abgeändert hat, fortfahren und auch weiterhin abändern!?

10Wenn du willst, ist dies aus einem Schriftverse zu entnehmen :den Ausspruch deiner Lippen sollst du halten und entsprechend handeln, wie du dem Herrn, deinemGott, gelobt hast, die freiwillige Gabe &c.

Text: „Der Babylonische Talmud", übers. Lazarus Goldschmidt (1929, † 1950), gemeinfrei. Digitale Quelle: Sefaria.