Sevachim — Blatt 64a

1denn auch wenn man das Blut nur gesprengt und nicht ausgepreßt hat, ist es tauglich, nur muß es mit dem Blute der Seele unterhalb des roten Striches erfolgt sein.

2DREI DINGE &C. Das Geflügel-Sündopfer, wie wir bereits gesagthaben.

3Die Hinreichungen, denn es heißt:er reiche es zum Altarhin. Das zurückbleibende Blut, denn es heißt:und das ganze Blut gieße er aus &c.

4OBEN: DIE LIBATION DES WASSERS UND DES WEINES UND [DIE HERRICHTUNG DES] GEFLÜGEL-BRANDOPFERS, WENN AN DER OSTSEITE DEREN ZUVIEL WAREN. Aus welchem Grunde? R. Joḥanan erklärte: Weil sie dem Aschenraumenahe ist.

5R. Joḥanan sagte : Komm und sieh, wie groß die Kraft der Priester war; du hast an den Vögeln nichts Leichteres als den Kropf und die Federn, und es kam zuweilen vor, daß ein Priester sie mehr als dreißig Ellen zu werfen hatte,

6denn wir haben gelernt: Ernahm die silberne Kohlenschippe und stieg auf die Höhe des Altars, scharrte die Kohlen nach der einen und der anderen Seite, nahm einige von den durchgebrannten aus der Mitte auf und kam herab. Hatte er den Estricherreicht, so wandte er das Gesicht nach Nordenund ging an zehn Ellen die Ostseite der Altarrampe, und drei Handbreiten von der Altarrampe entfernt schüttete er die Kohlen auf den Estrich in einem Haufen; dies ist die Stelle, wo auch die Kröpfe, die Federn, die Asche des inneren Altars und die des Leuchters hingetan wurden. –

7Das sind ja mehr als einunddreißig!? – Den Platz, den die Person selbst einnahm, rechnet er nicht mit.

8WER AUF DEN ALTAR STIEG &C. Aus welchem Grunde? R. Joḥanan erwiderte: Bei den Trankopfern, weil sie angeräuchert werden könnten, und beim Geflügel-Brandopfer, weil es durch den Rauch verenden könnte. –

9Ich will auf einen Widerspruch hinweisen : Wo beginnt er, wenn er einen Rundgang um den Altar macht? Am südöstlichen Horn; sodann gelangte er zum nordöstlichen, nordwestlichen und südwestlichen, und man reichte ihm Weinzur Libation!?

10R. Joḥanan erwiderte:

Text: „Der Babylonische Talmud", übers. Lazarus Goldschmidt (1929, † 1950), gemeinfrei. Digitale Quelle: Sefaria.