Sukka — Blatt 48a

1ist ein Fest für sich hinsichtlich des Losens, des Zeitsegens, des Festes, des Opfers, des Gesanges und des Segensspruches.

2WIESO ACHT [TAGE] FÜR DAS LOBLIED UND DIE FESTFREUDE? DIES LEHRT, DASS MAN AM LETZTEN TAGE DES FESTES EBENSO ZUM LOBLIEDE, ZUR FESTFREUDE UND ZUR EHRUNG [DES FESTES] VERPFLICHTET IST WIE AN ALLEN ÜBRIGEN TAGEN DES FESTES.

3GEMARA. Woher dies? – Die Rabbanan lehrten: Du sollst nur fröhlich sein, dies schließt die Nacht des letzten Festtages ein. Vielleicht ist dem nicht so, sondern des ersten Festtages!? Es heißt nur, und dies ist ausschließend.

4Was veranlaßt dich, die Nacht des letzten Festtages einzuschließen und die Nacht des ersten Festtages auszuschließen? Ich schließe die Nacht des letzten Festtages ein, der die Festfreude vorangeht, und ich schließe die Nacht des ersten Festtages aus, der die Festfreude nicht vorangeht.

5WIESO SIEBEN [TAGE] FÜR DIE FESTHÜTTE? HAT MAN [AM SIEBENTEN] DIE MAHLZEIT BEENDET, SO NEHME MAN DIE FESTHÜTTE NOCH NICHT AUSEINANDER; JEDOCH BRINGE MAN ZUR EHRUNG DES LETZTEN FESTTAGES VON DER VESPERZEIT AB DIE GERÄTE HERUNTER.

6GEMARA. Wie ist es, wenn jemand keine Geräte herunterzubringen hat? – ‘Keine Geräte hat’, was hat er denn zum Gebrauche verwendet!? – Vielmehr, wie ist es, wenn jemand keinen Ort hat, wohin seine Geräte herunterzubringen? – R. Ḥija b. Rabh sagte, er breche vier [Handbreiten von der Bedachung] durch, und R. Jehošua͑ b. Levi sagte, er stecke da die Leuchte an.

7Sie streiten aber nicht, dies für uns und jenes für sie.

8Allerdings bei einer kleinen Festhütte, was mache er aber bei einer großen Festhütte? – Er bringe da die Speisegefäße hinein. Raba sagte nämlich: Speisegefäße außerhalb der Festhütte, Trinkgefäße innerhalb der Festhütte.

9WIE ERFOLGTE DAS WASSERGIESSEN? MAN FÜLLTE EIN DREI LOG FASSENDES GOLDENES GEFÄSS [MIT WASSER] AUS DEM ŠILOAḤ, UND ALS MAN ZUM WASSERTORE HERANKAM, WURDE IN DIE POSAUNE GESTOSSEN, GETRILLERT UND GESTOSSEN. SODANN STIEG [DER PRIESTER] AUF DIE [ALTAR]RAMPE UND WANDTE SICH LINKS. DA WAREN ZWEI SILBERNE SCHALEN, WIE R. JEHUDA SAGT, WAREN SIE AUS KALK UND NUR VOM WEINE GESCHWÄRZT,

Text: „Der Babylonische Talmud", übers. Lazarus Goldschmidt (1929, † 1950), gemeinfrei. Digitale Quelle: Sefaria.