Kapitel

Vedânta & Advaita

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Mystische Traditionen

Adhyāsa (Überlagerung / Verwechslung)

Die Lehre von der Verwechslung (superimposition), die Schankara in der Eröffnung seines Brahmasūtra-Bhāṣya begründet: das Individuum projiziert den Ātman auf den Körper und die Eigenschaften des Körpers auf den Ātman; die strukturelle Wirkweise der avidyā, veranschaulicht durch die Strick-Schlange-Analogie.

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Die Lehre des Advaita-Vedânta

Die von Ādi Schankara systematisierte nicht-dualistische hinduistische Philosophie; die klassische Vedânta-Schule, die Brahman als die einzige absolute Wirklichkeit und die phänomenale Welt als eine über die māyā in Erscheinung tretende Erscheinung auffasst.

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Dvaita-Vedânta: Dualismus, Bhakti und das Verhältnis von Gott und Seele

Dvaita-Vedânta ist die von Madhvâcârya (1238–1317) begründete theistische Vedânta-Schule, die fünf ewige Trennungen (Pañcabheda) zwischen Gott und Seele verficht. Sie bestimmt die Erlösung nicht als Identität, sondern als eine durch Gnade erreichte ewige Nähe; sie wendet sich gegen den Monismus des Advaita.

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Der Begriff Māyā (Advaita-Vedânta)

Die māyā im Advaita-Vedânta als Erscheinung, kosmische Täuschung und als der Vorhang, der den Erkennenden vom Erkannten trennt; nach Schankara das zwei-wertige ontologische Prinzip, das weder ganz wirklich noch ganz unwirklich ist.

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Neti Neti — „Nicht dies, nicht das"

Die apophatische Methode aus dem Bṛhadāraṇyaka Upaniṣad: die Annäherung an Brahman auf dem Weg der Verneinung. Eine grundlegende Erlösungstechnik, gemeinsam mit ihren strukturellen Verwandten der christlichen via negativa, des islamischen tanzîh und der Mahāyāna-Leerheitslehre.

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Tat Tvam Asi — „Das bist du"

Eines der vier *mahāvākyas* des Advaita-Vedânta, vorkommend in der Chāndogya-Upanischad 6.8.7: Das individuelle Selbst (Ātman) und die universale Wahrheit (Brahman) sind im Wesen eins und dasselbe.

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Vedânta: die indische Weisheitstradition von den Upaniṣaden bis zum Advaita

Vedânta (Uttara Mîmāṃsā) ist die indische Philosophenfamilie, die auf dem Wissen der Upaniṣaden gründet; sie deutet Brahman, Âtman und ihre Beziehungen durch die Schulen Advaita, Viśiṣṭādvaita und Dvaita.

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