Anfang und Ende der 54 n Sure Der Mond
1Die Stunde naht, es ist der Mond gespaltet.
2Doch wenn sie sehn ein Zeichen, wenden sie sich ab
Und sagen: Zauber waltet.
3Sie zeihn der Lüg' und folgen ihren Lüsten;
Doch alles Ding ist fest gestaltet.
4Wol zur Abschreckung könnten dienen
Die Mahnungen, die ihr erhaltet,
5Ausreichende Belehrungen,
Und Warnung, die ihr schaltet.
6Laß du sie gehn! einst wann der Rufer
Ruft zu dem Dinge schlimm gestaltet!
7Die Augen niederschlagend, gehn sie aus der Gruft,
Wie sich ein Heuschreckzug entfaltet;
8Hinzitternd zu dem Rufer, sagen dann die Leugner:
Das ist ein Tag der hitzt und kältet.
9Doch alles ist im Buch entfaltet,
10Geschrieben, was für groß und klein ihr haltet.
11Die Frommen in den Gärten,
An Strömen, ungealtet,
12Im Sitze der Gerechtigkeit,
Beim Könige, der waltet.
Text: Friedrich Rückert († 1866), Koran-Übertragung, gemeinfrei. Digitale Quelle: Projekt Gutenberg-DE. Hinweis: Auswahl, keine Vollübersetzung — der vollständige Text steht unter Der Koran.