Arachin — Blatt 8b
1Wenn zwölf, so erfolgt ihr Menstruationsbeginn nach acht [Tagen].
2Wenn dreizehn, so erfolgt ihr Menstruationsbeginn nach sieben [Tagen].
3Bei einer in Wirrung Geratenen gibt es nämlich keinen Menstruationsbeginn vor sieben und keinen nach siebzehn Tagen.
4R. Ada b. Ahaba sprach zu Raba: Wozu dies alles, soll sie doch sieben Tage zählen und erlaubt sein!?
5Dieser erwiderte: Wir sprechen von einer Vorsorge: der Eintritt der Menstruation und ihr Beginn.
6Die Rabbanan lehrten: Alle flußbehaftet in Wirrung geratenen [Frauen] bringen ein Opfer dar, und es darf nicht gegessen werden, ausgenommen diejenigen, deren Menstruationsbeginn nach sieben und deren Menstruationsbeginn nach acht [Tagen] erfolgt, die ein Opfer bringen, das zu essen ist. —
7Sind denn alle in Wirrung Geratenen flußbehaftet!? Und hat denn ferner, die einen Tag oder zwei Tage gemerkt hat, ein Opfer darzubringen!? —
8Vielmehr, alle Flußbehafteten, die in Wirrung geraten sind, haben ein Opfer darzubringen, und es darf nicht gegessen werden, ausgenommen diejenigen, deren Menstruationsbeginn nach sieben, und deren Menstruationsbeginn nach acht [Tagen] erfolgt, die ein Opfer darzubringen haben, das zu essen ist.
9BEI DEN AUSSATZMALEN WÄHRT ES NICHT WENIGER ALS EINE WOCHE UND NICHT MEHR ALS DREI WOCHEN.
10GEMARA. Nicht weniger als eine Woche, Aussatzmale eines Menschen; und nicht mehr als drei Wochen. Aussatzmale von Häusern.
11R. Papa sagte: Deine Gerechtigkeit wie die Berge Gottes, das sind die Aussatzmale eines Menschen; deine Gerichte ein tiefer Abgrund, das sind die Aussatzmale von Häusern. —
12Was ist der einfache Sinn des Schriftverses? R. Jehuda erwiderte: Wäre deine Gerechtigkeit nicht wie die Berge Gottes, wer könnte vor deinen Gerichten bestehen, die wie ein tiefer Abgrund sind. Rabba erklärte: Deine Gerechtigkeit wie die Berge Gottes, weil deine Gerichte wie ein tiefer Abgrund sind. —
13Worin besteht ihr Streit? — Sie führen den Streit des R. Elea͑zar und R. Jose b. R. Ḥanina, denn er wurde gelehrt: R. Elea͑zar sagt, er halte zurück. R. Jose b. R. Ḥanina sagt, er verzeihe.
14Rabba ist der Ansicht des R. Elea͑zar und R. Jehuda ist der Ansicht des R. Jose b. R. Ḥanina.
15DAS JAHR DARF NICHT WENIGER ALS VIER VOLLMONATE HABEN, UND ES SCHEINT, NICHT MEHR ALS ACHT. DIE ZWEI BROTE WERDEN NICHT VOR ZWEI UND NICHT NACH DREI TAGEN GEGESSEN. DAS SCHAUBROT WIRD NICHT VOR NEUN UND NICHT NACH ELF TAGEN GEGESSEN.
16EIN KIND IST NICHT VOR ACHT UND NICHT NACH ZWÖLF TAGEN ZU BESCHNEIDEN.
17GEMARA. Was heißt ‘scheint, nicht mehr als acht’? R. Hona erwiderte: Es schien den Weisen nicht richtig, mehr als acht Monate als voll festzusetzen. — Neun wohl deshalb nicht,
Text: „Der Babylonische Talmud", übers. Lazarus Goldschmidt (1929, † 1950), gemeinfrei. Digitale Quelle: Sefaria.