Arachin — Blatt 9a
1weil der [Neu]mond drei Tage zu früh erscheinen könnte, und auch so kann er ja zwei Tage zu früh erscheinen!? —
2Wie R. Mešaršeja erklärt hat, wenn es ein Schaltjahr ist, ebenso auch hierbei, wenn das vorangehende ein Schaltjahr war; die Interkalation des Jahres beträgt einen Monat. — Wenn du einen vollen Monat und einen unvollen abziehst, bleibt ja immerhin ein Tag zurück!? — Die Leute nehmen es nicht genau.
3U͑la erklärte: Es schien den Weisen nicht richtig, mehr als acht als unvoll festzusetzen. Dies ist nämlich eine Begründung: das Jahr hat deshalb nicht weniger als vier Vollmonate, weil es den Weisen nicht richtig schien, mehr als acht als unvoll festzusetzen. —
4Neun wohl deshalb nicht, weil der [Neu]mond drei Tage zu spät erscheinen könnte und auch so kann er ja zwei Tage zu spät erscheinen!? —
5Wie R. Mešaršeja erklärt hat. wenn es ein Schaltjahr ist, ebenso auch hierbei, wenn das vorangehende ein Schaltjahr war. — Wenn du einen unvollen Monat,
6und einen vollen abziehst, bleibt ja immerhin ein Tag zurück!? — Man denkt, er sei erschienen, nur haben wir es nicht gemerkt. —
Text: „Der Babylonische Talmud", übers. Lazarus Goldschmidt (1929, † 1950), gemeinfrei. Digitale Quelle: Sefaria.