Avoda Sara — Blatt 45a

1WENN NICHTJUDEN BERGE UND HÜGEL ANBETEN, SO SIND DIESE [ZUR NUTZNIESSUNG] ERLAUBT, WAS SICH ABER AUF DIESENBEFINDET, IST VERBOTEN, DENN ES HEISST: du sollst nicht begehren das Silber und das Gold, das auf ihnen ist.

2R. JOSE DER GALILÄER FOLGERT ES HIERAUS: Ihre Götter auf den Bergen, NICHT ABER SIND DIE BERGE IHRE GÖTTER; [ihre Götter] auf den Hügeln, NICHT ABER SIND DIE HÜGEL IHRE GÖTTER.

3WESHALB IST DEMNACH DIE AŠERA VERBOTEN? WEIL SIE DURCH MENSCHENHÄNDE ENTSTANDEN IST, UND ALLES, WAS DURCH MENSCHENHÄNDE ENTSTANDEN IST, IST VERBOTEN.

4R. A͑QIBA SPRACH: ICH WILL DIES ERKLÄREN UND DIR DEUTEN: [DIES HEISST:] WENN DU IRGENDWO AUF EINEN HOHEN BERG, EINEN ERHABENEN HÜGEL UND EINEN GRÜNEN BAUM STOSSEST, SO WISSE, DASS DA EIN GÖTZE SICH BEFINDET.

5GEMARA. R. Jose der Galiläer sagt ja dasselbe, was der erste Autor!? Rami b. Ḥama erwiderte im Namen des Reš Laqiš: Ein Unterschied besteht zwischen ihnen hinsichtlich der Verkleidung eines Berges; der erste Autor ist der Ansicht, die Verkleidung eines Berges gleiche nicht dem Berge selbst, somit ist sie verboten, und R. Jose der Galiläer ist der Ansicht, die Verkleidung eines Berges gleiche dem Berge selbst.

6R. Šešeth erwiderte: Alle sind der Ansicht, die Verkleidung eines Berges gleiche nicht dem Berge selbst,

Text: „Der Babylonische Talmud", übers. Lazarus Goldschmidt (1929, † 1950), gemeinfrei. Digitale Quelle: Sefaria.