Avoda Sara — Blatt 76b
1da machte er an der Mündung einen Rand aus Teig, füllte ihn mit Wasser und ließ ihn überkochen. Raba sprach: Wer ist so weise, solches zu tun, dies konnte nur R. A͑qabja, der ein bedeutender Mann war. Er ist also der Ansicht, wie er es anzieht, so schwitzt er es auch aus; wie er es durch Spritzer anzieht, so schwitzt er es auch durch Spritzer aus.
2EIN MESSER SCHLEIFE MAN, UND ES IST REIN. R. U͑qaba b. Ḥama sagte: Man stecke es zehnmal in die Erde. R. Hona, Sohn des R. Jehošua͑, sagte: In unbearbeitete Erde. R. Kahana sagte: Und wenn das Messer gut ist und keine Scharten hat. Ebenso wird auch gelehrt: Ein gutes Messer, das keine Scharten hat, stecke man zehnmal in die Erde. R. Hona, Sohn des R. Jehošua͑, sagte: Nur wenn man mit diesem Kaltes essen will.
3So saßen einst Mar Jehuda und Baṭi b. Ṭobi vor dem Könige Sapor, und man setzte ihnen einen Etrog vor; da schnitt er ein Stück ab und aß selbst, alsdann schnitt er ein Stück ab und reichte Baṭi b. Ṭobi, und hierauf steckte er [das Messer] zehnmal in die Erde, schnitt ein Stück ab und reichte Mar Jehuda. Da sprach Baṭi b. Ṭobi zu ihm: Bin ich etwa kein Jisraélit? Dieser erwiderte: Von ihm bin ich überzeugt, von dir aber nicht.
4Manche sagen, er habe ihm wie folgt erwidert: Erinnere dich, was du vergangene Nacht getan hast.
Text: „Der Babylonische Talmud", übers. Lazarus Goldschmidt (1929, † 1950), gemeinfrei. Digitale Quelle: Sefaria.