Bava Batra — Blatt 110a

1Vielmehr, stammte der Vater seiner Mutter von Joseph, so stammte die Mutter seiner Mutter von Jithro, und stammte der Vater seiner Mutter von Jithro, so stammte die Mutter seiner Mutter von Joseph. Dies ist auch zu beweisen, denn es heißt: von den Töchtern Puṭiéls, zwei. Schließe hieraus.

2Raba sagte: Wer eine Frau nehmen will, untersuche ihre Brüder, denn es heißt :da nahm Ahron die Elišeba͑, die Tochter A͑minadabs, die Schwester Naḥšons. Wenn es heißt: die Tochter A͑minadabs, so weiß ich ja, daß sie die Schwester Naḥšons war, wozu heißt es noch: die Schwester Naḥšons? Hieraus, daß, wer eine Frau nehmen will, ihre Brüder untersuche. Es wird gelehrt: Die meisten Söhne gleichen den Brüdern der Mutter.

3Sie kehrten da ein und fragten ihn: Wer hat dich hierher gebracht? Was tust du da? Was hast du hier? Sie sprachen zu ihm: Stammst du nicht von Moše ab, bei dem es heißt:nähere dich nicht hierher? Stammst du nicht von Moše ab, bei dem es heißt:was hast du da in deiner Hand? Stammst du nicht von Moše ab, bei dem es heißt : und du bleibe hier bei mir? Und du willst Götzenpfaff werden!?

4Er erwiderte ihnen: Folgendes ist mir von meinem väterlichen Hause überliefert: lieber vermiete sich ein Mensch für Fremdendienst, nur nicht seiner Mitmenschen bedürftig werden.

5Er glaubte, unter Fremdendienst sei der Götzendienst zu verstehen, dem ist aber nicht so, unter Fremdendienst ist ein Dienst, der einem fremd ist, zu verstehen. So sprach Rabh zu R. Kahana : Schinde ein Aas auf der Straße und laß dir Lohn zahlen, und sage nicht: ich bin ein großer Mann, dies paßt nicht für mich.

6Als David dann sah, daß ihm das Geld besonders lieb war, setzte er ihn zum Aufseher über die Schatzkammern ein, denn es heißt:Šebuél, der Sohn Geršoms, des Sohnes Menašes, war Aufseher über die Schatzkammern. – Sein Name war ja nicht Šebuél, sondern Jehonathan!? R. Joḥanan erwiderte: Er kehrte [šab] zu Gott [él] mit seinem ganzen Herzen zurück.

7DIE SÖHNE IHREN VATER. Woher dies? – Es heißt:wenn jemand stirbt &c.; nur wenn er keinen Sohn hinterläßt, wenn er aber einen Sohn hinterläßt, geht der Sohn vor. R. Papa sprach zu Abajje: Vielleicht soll, wenn ein Sohn da ist, der Sohn erben, wenn eine Tochter da ist, die Tochter erben, und wenn ein Sohn und eine Tochter da sind, nicht der eine und nicht die andere erben!? –

8Wer denn

Text: „Der Babylonische Talmud", übers. Lazarus Goldschmidt (1929, † 1950), gemeinfrei. Digitale Quelle: Sefaria.