Bava Batra — Blatt 112b

1an einen vom Stamme ihres Vaters, es sollte ja heißen: und ihrer Mutter!? – Wenn es so hieße, so könnte man glauben, auch entgegengesetzt, so lehrt er uns.

2Es gibt eine Lehre, die den [einen Schriftvers] auf den Übergang durch den Sohn, und es gibt eine Lehre, die [den anderen] auf den Übergang durch den Ehemann bezieht. Eine Lehre bezieht ihn auf den Übergang durch den Sohn. Es soll der Erbbesitz bei den Kindern Jisraél nicht von Stamm zu Stamm übergehen; die Schrift spricht vom Übergange durch den Sohn.

3Du sagst, vom Übergange durch den Sohn, vielleicht ist dem nicht so, sondern vom Übergange durch den Ehemann? Wenn es heißt: es soll der Erbbesitz nicht von einem Stamme zu einem anderen Stamme übergehen, so ist ja schon vom Übergange durch den Ehemann gesprochen, somit spricht der Schriftvers: es soll nicht der Erbbesitz bei den Kindern Jisraél von Stamm zu Stamm übergehen, vom Übergange durch den Sohn.

Text: „Der Babylonische Talmud", übers. Lazarus Goldschmidt (1929, † 1950), gemeinfrei. Digitale Quelle: Sefaria.