Bava Batra — Blatt 114b
1Du mußt also erklären, erst wenn sie die Angelegenheit beendet haben, ebenso ist auch zu erklären, sobald sie auf gestanden sind und sich wieder niedergesetzt haben. Die Halakha ist wie R. Joseph bei einem Felde, bei der Angelegenheit und bei der Hälfte.
2DIE FRAU IHREN SÖHNEN &C. Wozu ist dies wiederum nötig, er lehrte ja bereits im Anfangsatze: der Mann seine Mutter und der Mann seine Frau!? –
3Folgendes lehrt er uns: eine Frau [vererbt] ihrem Sohne, wie eine Frau ihrem Ehemanne vererbt: wie bei der Beerbung einer Frau durch ihren Ehemann der Mann seine Frau nicht beerbt, wenn sie sich im Grabe befindet, ebenso gilt dies auch von der Beerbung einer Frau durch ihren Sohn: der Sohn beerbt nicht seine Mutter, wenn er sich im Grabe befindet, um es seinen Brüdern väterlicherseits zu vererben.
4R. Joḥanan sagte im Namen des R. Jehuda b. R. Šimo͑n: Eine Frau beerbt ihren Sohn nach der Tora, denn es heißt Stämme, und dies vergleicht den Stamm der Mutter mit dem Stamme des Vaters: wie beim Stamme des Vater der Vater seinen Sohn beerbt, ebenso beerbt beim Stamme der Mutter die Frau ihren Sohn.
Text: „Der Babylonische Talmud", übers. Lazarus Goldschmidt (1929, † 1950), gemeinfrei. Digitale Quelle: Sefaria.