Bava Batra — Blatt 115b
1Auf welche Weise? Die Erbschaft reicht hinauf bis Reúben. – Sollte er doch sagen: bis Ja͑qob!? Abajje erwiderte: Es ist uns überliefert, daß ein Stamm nicht aussterbe.
2R. Hona sagte im Namen Rabhs: Wenn jemand sagt, selbst der Fürst in Jisraél, die Tochter erbe mit der Tochter des Sohnes, so höre man nicht auf ihn, denn dies ist nur ein Brauch der Saduzäer. Es wird nämlich gelehrt: Am vierundzwanzigsten Ṭebeth kehrten wir zu unserem Rechte zurück. Die Saduzäer sagten nämlich, eine Tochter erbe mit der Tochter des Sohnes;
3da ließ sich R. Joḥanan b. Zakkaj mit ihnen ein und sprach zu ihnen: Toren, woher wißt ihr dies? Niemand aber war da, der ihm zu antworten wußte, nur ein Alter plapperte etwas gegen ihn und sprach: Wenn einen die Tochter seines Sohnes, die nur Rechtsnachfolgerin seines Sohnes ist, beerbt, um wieviel mehr seine eigene Tochter, die seine Rechtsnachfolgerin ist.
4Da las er ihm folgenden Schriftvers vor:Dies sind die Söhne Sei͑rs, des Ḥoriters, die Einwohner des Landes: Loṭan, Šobal, Çibeo͑n und A͑na, und ferner heißt es:dies sind die Söhne Çibéo͑ns: Ajja und A͑na. Dies lehrt, daß Çibeo͑n seine Mutter beschlief und A͑na zeugte. –
5Vielleicht waren es zwei A͑na!? Rabba erwiderte: Ich habe etwas gesagt, was nicht einmal König Sapor, das ist nämlich Šemuél, gesagt hat. Manche sagen: R. Papa erwiderte: Ich habe etwas gesagt, was nicht einmal König Sapor, das ist nämlich Rabba, gesagt hat. Die Schrift sagt:das ist der Ana, das ist derselbe A͑na von vorher.
6Hierauf sprach jener: Meister, damit willst du mich abfertigen!? Dieser erwiderte: Tor,
Text: „Der Babylonische Talmud", übers. Lazarus Goldschmidt (1929, † 1950), gemeinfrei. Digitale Quelle: Sefaria.