Bava Batra — Blatt 166b

1Da fiel am selben Tage das Taubenpaar auf ein Viertel [Denar].

2WENN ES OBEN &C. HEISST. Die Rabbanan lehrten: Man berichtige beim Unteren nach dem Oberen beim [Fehlen von] einem Buchstaben, nicht aber bei zwei Buchstaben;

3zum Beispiel: Ḥanan von Ḥanani, A͑nan von A͑nani. —

4Bei zwei Buchstaben wohl deshalb nicht, weil, wenn es sich um einen Namen von vier Buchstaben handelt, diese die Hälfte des Namen ausmachen, demnach kann ja auch ein einzelner Buchstabe, wenn es sich um einen Namen von zwei Buchstaben handelt, die Hälfte des Namens ausmachen!? —

5Vielmehr, bei zwei Buchstaben aus dem Grunde, weil, wenn es sich um einen Namen von drei Buchstaben handelt, diese den größeren Teil desselben ausmachen.

6R. Papa sagte: Klar ist es mir, daß, wenn es oben saphal und unten qaphal heißt man sich nach dem unteren richte;

7folgendes aber ist mir fraglich: wie ist es, wenn es oben qaphal und unten saphal heißt: berücksichtigen wir, dies kann durch eine Fliege entstanden sein oder nicht? — Dies bleibt unentschieden.

8Einst war [in einer Urkunde] geschrieben: sechshundert und ein Zuz. Da ließ R. Šerebja den Abajje fragen: Sechshundert Stater und ein Zuz oder sechshundert Peruṭas und ein Zuz? Dieser ließ ihm erwidern: Laß die in der Urkunde nicht genannten Peruṭas, denn diese werden zusammengezählt

Text: „Der Babylonische Talmud", übers. Lazarus Goldschmidt (1929, † 1950), gemeinfrei. Digitale Quelle: Sefaria.