Bava Batra — Blatt 89a

1von:wenn ihr hören werdet, bis :zu dienen ; und er verfluchte sie mit zweiundzwanzig, von:wenn ihr nicht hören werdet, bis: und niemand wird kaufen.

2WO ES ÜBLICH IST, MIT EINEM GROSSEN ZU MESSEN &C.

3Die Rabbanan lehrten: Woher, daß man in Orten, wo das Häufen üblich ist, nicht abstreiche, und in Orten, wo das Abstreichen üblich ist, nicht häufe? Es heißt: volle.

4Woher, daß, wenn er in einer Ortschaft, wo das Häufen üblich ist, sagt, er wolle abstreichen und dies vom Preise abziehen, oder in einer Ortschaft, wo das Abstreichen üblich ist, sagt, er wolle häufen und dies auf den Preis aufschlagen, man auf ihn nicht höre? Es heißt :eine volle und gerechte Epha sollst du haben.

5Die Rabbanan lehrten: Woher, daß man in Orten, wo es üblich ist, mit Übergewicht zu wägen, nicht genau wäge, und in Orten, wo es üblich ist, genau zu wägen, nicht mit Übergewicht wäge? Es heißt: einen vollen [Gewichts]stein.

6Woher ferner, daß, wenn jemand in einer Ortschaft, wo es üblich ist, mit Übergewicht zu wägen, sagt, er wolle genau wägen und dies vom Preise abziehen, oder in einer Ortschaft, wo es üblich ist, genau zu wägen, sagt, er wolle mit Übergewicht wägen und dies auf den Preis aufschlagen, man auf ihn nicht höre? Es heißt: einen vollen und richtigen [ Gewichts ]stein.

7R. Jehuda aus Sura erklärte :Du wirstin deinem Hause nichts haben, wegen: zweierlei Epha;

8du wirst in deinem Beutel nichts haben, wegen: zweierlei [Gewichts]steine. Wenn aber: einen vollen und richtigen Stein, so wirst du haben, wenn eine volle und richtige Epha, so wirst du haben.

9Die Rabbanan lehrten: Sollst du haben, dies lehrt, daß man Aufseher über die Maße anstelle, nicht aber Aufseher über die Preise. Die Leute im Hause des Fürsten stellten Aufseher an sowohl über die Maße als auch über die Preise. Da sprach Šemuél zu Qarna: Geh, trage ihnen vor: man stelle Aufseher über die Maße an, nicht aber stelle man Aufseher über die Preise an.

10Hierauf ging er hin und trug ihnen vor: man stelle Aufseher an sowohl über die Maße als auch über die Preise. Da fragte ihn jener, wie er heiße. – Qarna. – So mag dir ein Horn [qama] aus deinen Augen hervorwachsen. – Wessen Ansicht war er? – Er war der Ansicht des Rami b. Hama, der im Namen R. Jiçḥaqs sagte, man stelle Aufseher an sowohl über die Maße als auch über die Preise, wegen der Betrüger.

11Die Rabbanan lehrten: Wenn er von ihm eine Litra verlangt, so wäge er ihm eine Litra, wenn eine halbe Litra, so wäge ihm eine halbe Litra, wenn ein Viertel Litra, so wäge er ihm ein Viertel Litra. – Was lehrt er uns damit? – Daß man solche Gewichte anfertige.

12Die Rabbanan lehrten: Wenn er von ihm dreiviertel Litra haben will, so kann er nicht verlangen, daß dieser ihm drei einzelne Viertel wäge, vielmehr wäge er mit einem Litra und lege ein Viertel Litra zum Fleische.

13Die Rabbanan lehrten: Wenn er von ihm zehn Litra haben will, so kann er von ihm nicht verlangen, daß er ihm zehn einzelne Litra mit besonderem Übergewichte wäge, vielmehr wäge er ihm alle zusammen mit einem Übergewichte für alle.

14Die Rabbanan lehrten : Die Seele der Wage muß drei Handbreiten in der Luft hängen, und drei Handbreiten vom Erdboden abstehen, und der Balken und die Schnüre müssen zwölf Handbreiten haben. Die der Wollhändler und der Glaser muß zwei Handbreiten in der Luft hängen, zwei Handbreiten vom Erdboden abstehen, und der Balken und die Schnüre müssen neun Handbreiten haben.

15Die des Krämers und des Hausherrn muß eine Handbreite in der Luft hängen, eine Handbreite vom Erdboden abstehen, und der Balken und die Schnüre müssen sechs Handbreiten haben. Die einer Gold wage muß drei Fingerbreiten in der Luft hängen, drei Fingerbreiten vom Erdboden abstehen, und hinsichtlich des Balkens und der Schnüre weiß ich nichts. –

16Von welcher wird zu Anfang gesprochen?

Text: „Der Babylonische Talmud", übers. Lazarus Goldschmidt (1929, † 1950), gemeinfrei. Digitale Quelle: Sefaria.