Bava Kamma — Blatt 97b
1ihm eine Münze geben, die jetzt im Verkehr ist; Šemuél sagt, er könne zu ihm sagen: gib sie in Mesan aus. R. Naḥman sagte: Die Ansicht Šemuéls ist einleuchtend in dem Falle, wenn ihn sein Weg nach Mesan führt, nicht aber, wenn dies nicht der Fall ist.
2Raba wandte gegen R. Naḥman ein: Man darf ihn nicht ausweihen durch Geld, daß nicht mehr geht; wenn man zum Beispiel kozbische oder jerušalemische Münzen hat, oder Münzen der ersten Könige, so darf man ihn durch diese nicht ausweihen. Demnach darf man ihn durch Geld der späteren Könige, das dem der ersten Könige gleicht, ausweihen!?
3Dieser erwiderte: Hier handelt es sich um den Fall, wenn es die verschiedenen Regierungen mit einander nicht genau nehmen. –
4Demnach spricht Šemuél von dem Falle, wenn die Regierungen es mit einander genau nehmen, wie kann er es da hinbringen!? – Wenn man sie mit Mühe hinbringen kann; wenn sie nämlich nach diesen nicht suchen, falls sie es aber finden, nehmen sie es genau. –
5Komm und höre: Man darf ihn nicht durch hiesiges Geld ausweihen, wenn es sich in Babylonien befindet, und nicht durch babylonisches, wenn es sich hier befindet, wohl aber durch babylonisches, wenn es sich in Babylonien befindet!? –
6Hier handelt es sich um den Fall, wenn die Regierungen es mit einander genau nehmen. – Wieso kann man es demnach durch babylonisches, wenn es sich in Babylonien befindet, wofür ist es denn zu gebrauchen!? – Man kann dafür Vieh kaufen und es nach Jerušalem bringen. –
7Es wird ja aber gelehrt, man habe dieserhalb angeordnet, daß in Jerušalem jede Münze genommen werde!? R. Zera erwiderte: Das ist kein Einwand; das eine, wenn die Jisraéliten die Macht über die weltlichen Völker haben, das andere, wenn die weltlichen Völker die Macht über sich selbst haben.
8Die Rabbanan lehrten: Welche ist eine jerušalemische Münze? – David und Šelomo auf der einen Seite, Jerušalem auf der anderen Seite. Welche ist eine Abraham-Münze? – Ein Greis und eine Greisin auf der einen Seite, ein Jüngling und eine Jungfrau auf der anderen Seite.
9Für die Schädigung eines Menschen durch einen Menschen und eines Menschen durch einen Ochsen wohl deshalb nicht, weil dazu [autorisierte] Richter erforderlich sind, die da nicht vornan den sind, und auch bei der Schädigung eines Ochsen durch einen Ochsen und eines Ochsen durch einen Menschen sind ja
10Die Früchte sind ja billiger geworden!? R. Aši erwiderte: Wir sehen nun, sind sie infolge der Münze billiger geworden, so wird es ihm abgezogen,
Text: „Der Babylonische Talmud", übers. Lazarus Goldschmidt (1929, † 1950), gemeinfrei. Digitale Quelle: Sefaria.