Bava Mezia — Blatt 26a

1In dem Falle, wenn es sehr rostig ist.

2WENN IN EINER NEUEN WAND, SO GEHÖRT ES, WENN IN DER HÄLFTE NACH AUSSEN, IHM, UND WENN IN DER HÄLFTE NACH INNEN, DEM HAUSHERRN.

3R. Aši sagte: Bei einem Messer richte man sich nach dem Griffe und bei einem Geldbeutel nach der Nestelschnur. –

4Wieso heißt es demnach in unserer Mišna, wenn es sich in der Hälfte nach außen befindet, gehöre es ihm, und wenn in der Hälfte nach innen, dem Hausherrn, sollte man doch sehen, ob der Griff nach innen oder nach außen, ob die Nestelschnur nach innen oder nach außen sich befindet!? – Unsere Mišna spricht von Wollstoffenund Metallklumpen.

5Es wird gelehrt: Wenn es die Wand vollständig ausfüllt, so teilen sie. – Selbstverständlich!? – In dem Falle, wenn [die Wand] sich nach einer Seite neigt; man könnte glauben, es habe sich gesenkt, so lehrt er uns.

6IST [DAS HAUS] AN EINEN FREMDEN VERMIETET, SO GEHÖRT ES IHM, SELBST WENN MITTEN IM HAUSE. Weshalb denn, man sollte sich doch nach dem letzterenrichten!?

7Wir haben ja auch gelernt: Geld, das [in Jerušalem] vor den Viehhändlern gefunden wird, ist immer[zweiter] Zehnt, das auf dem Tempelberge, ist Profanes,

8und das sonst in Jerušalem[gefunden wird], ist an den übrigen Tagen des Jahres Profanes und zur Festzeit [zweiter] Zehnt.

9Hierzu sagte R. Šema͑ja b. Zee͑ra: Aus dem Grunde, weil die Straßen Jerušalems täglich gefegt wurden. Wir sagen also, das vorherige sei fortgekommen und dieses sei anderes, ebenso sollte man auch hierbei sagen, das vorherige sei fortgekommen und dieses sei des letzteren!?

10Reš Laqiš erwiderte im Namen Bar Qapparas: Wenn [das Haus] als Herbergevon drei Jisraéliten benutzt worden ist. –

11Hieraus wäre also zu entnehmen, daß die Halakha wie R. Šimo͑n b. Elea͑zar sei auch in dem Falle, wenn die Mehrheit aus Jisraélitenbesteht?

12Vielmehr, erklärte R. Menasja b. Ja͑qob, wenn es als Herberge von drei Nichtjuden benutzt worden ist.

13R. Naḥman erklärte im Namen des Rabba b. Abuha: Du kannst auch erklären, wenn es drei Jisraéliten waren, denn der Verlierende hat es aufgegeben, weil er also dachte: ein anderer außer diesen war ja nicht mit mir, und da ich esihnen wiederholt gesagt habe, und sie es mir nicht zurückgegeben haben, so werden sie es mir nicht mehr zurückgeben; wenn sie es zurückgeben wollten, würden sie es längst zurückgegeben haben, und da sie es nicht zurückgegeben haben, so wollen sie es rauben.

14R. Naḥman vertritt hierbei seine Ansicht, denn R. Naḥman sagte: Wenn jemand gesehen hat, wie einer von zwei Personen einen Sela͑ verloren hat,

Text: „Der Babylonische Talmud", übers. Lazarus Goldschmidt (1929, † 1950), gemeinfrei. Digitale Quelle: Sefaria.