Bechorot — Blatt 17b

1ES IST ZU DEN PRIESTERGABEN PFLICHTIG, NACH R. JOSE ABER FREI. VERENDET EINES VON IHNEN, SO MÜSSEN SIE, WIE R. TRYPHON SAGT, TEILEN; R. A͑QIBA SAGT, AVER VOM ANDEREN FORDERT, HABE DEN BEWEIS ZU ERBRINGEN. WENN EIN MÄNNCHEN UND EIN WEIBCHEN, SO ERHÄLT DER PRIESTER NICHTS.

2GEMARA. Sie sprachen : Wir wissen von R. Jose dem Galiläer, daß er der Ansicht ist, man könne präzisieren, auch wenn der Vorgang durch den Himmel erfolgt, und um so mehr, wenn durch Menschen, und von den Rabbanan, daß man nicht präzisieren kann, wenn durch den Himmel; wie ist es aber, wenn durch Menschen? –

3Komm und höre: Ein Strich von roter Farbe umgab [den Altar] um die Mitte, um zwischen dem oberhalb und dem unterhalb [zu sprengenden] Blute zu trennen. Wenn du nun sagst, man könne, wenn durch Menschen, nicht präzisieren, so kann es ja vorkommen, daß man das obere unten und das untere oben sprengt. – Man erweiterte ihn ein wenig. –

4Komm und folgere von den Maßen der Geräteund von den Maßen des Altars!? – Anders ist es bei diesen; der Allbarmherzige sagte, daß man sie fertige, so gut dies möglich war:alles aufgezeichnet, von der Hand des Herrn, der mich belehrt.

5R. Qaṭṭina sprach : Komm und höre : Hat man ihnin zwei gleiche Hälften geteilt, so sind beide unrein, weil man nicht präzisierenkann. R. Kahana erwiderte: Anders verhält es sich bei einem Tongefäße, weil es Unebenheitenhat. –

6Komm und höre: Findet man ihngenau zwischen zwei Städten, so bringen beide zwei Kälber – so R. Elie͑zer.

7Doch wohl deshalb, weil er der Ansicht ist, wenn durch Menschen, könne man präzisieren, und diesgelte von der nahenund auch von den nahen!? –

8Nein, R. Elie͑zer

Text: „Der Babylonische Talmud", übers. Lazarus Goldschmidt (1929, † 1950), gemeinfrei. Digitale Quelle: Sefaria.