Bechorot — Blatt 27b
1Haben wir denn eine Besprengung? Rami b. Ḥama erwiderte ihm: Wollen wir nicht den Greis respektieren!? Währenddessen kam R. A͑mram heran und sprach zu ihnen: Folgendes sagte Rabh: Der Leichenunreine darf untertauchen und Hebe aus dem Auslande essen.
2Die Halakha ist aber nicht wie er. Auch Mar Zuṭra sagte im Namen des R. Šešeth, der an einem Kriechtiere verunreinigte dürfe untertauchen und Hebe aus dem Auslande essen. Die Halakha ist aber nicht wie er.
3DAS ERSTGEBORENE IST JAHR FÜR JAHR ZU ESSEN &C. Wenn er sagt: hat es innerhalb ihres Jahres einen Leibesfehler bekommen, so zählt man wohl nach seinemJahre; woher dies?
4R. Jehuda sagte im Namen Rabhs: Die Schrift sagt:vor dem Herrn, deinem Gott, sollst da es essen Jahr für Jahr; welches Jahr ragt in dasandre hinein? Sage, das ist das Jahrdes Erstgeborenen.
5In der Schule Rabhs wurde gelehrt: Jahr für Jahr, ein Tag von diesem Jahre und ein Tag vom folgenden Jahre, dies lehrt, daß das Erstgeborene zwei Tage und eine Nacht gegessen werde.
6Woher entnimmt die Schule Rabhs jenes? – Sie folgert dies von den Opfern. – Woher dies von den Opfern selber? R. Aḥa b. Ja͑qob erwiderte: Die Schrift sagt:ein Lamm seines Jahres, seines Jahres und nicht des Kalenderjahres. –
7Woher entnimmt Rabh, daß es zwei Tage und eine Nacht gegessen werde? – Er entnimmt dies aus [den Worten]ihr Fleisch sei dein, wie die Brust der Schwingung und die rechte Keule, die Schrift vergleicht es mit Brust und Keule des Heilsopfers; wie dieses zwei Tage und eine Nacht, ebenso jenes zwei Tage und eine Nacht. –
Text: „Der Babylonische Talmud", übers. Lazarus Goldschmidt (1929, † 1950), gemeinfrei. Digitale Quelle: Sefaria.