Bechorot — Blatt 52a

1EBENSO AUCH NICHT DIE FRAU FÜR IHRE MORGENGABE, NICHT DIE TÖCHTERFÜR IHREN UNTERHALT UND NICHT DER EHESCHWAGER. SIE ALLE ERHALTEN NICHTS VON DER MELIORATION UND NICHTS VOM ANWARTSCHAFTLICHEN WIE VOM VORHANDENEN.

2GEMARA. Aus welchem Grunde? – Die Schrift sagt:ihm das Recht der Erstgeburt; das Recht der Erstgeburt dem Manne, nicht aber das Recht der Erstgeburt der Frau.

3ER ERHÄLT NICHTS VON DER MELIORATION. Denn es heißt:von allem, was bei ihm vorhanden. UND KEINEN VOM ANWARTSCHAFTLICHEN WIE VOM VORHANDENEN. Denn es heißt. von allem, was bei ihm vorhanden.

4AUCH NICHT DIE FRAU FÜR IHRE MORGENGABE. Dem ist ja aber nicht so, Šemuél sagte ja, ein Gläubigerkönne von der Melioration einfordern!? R. Abba erwiderte: Hier lehrten sie von den Erleichterungen bei der Morgengabe.

5NICHT DIE TÖCHTER FÜR IHREN UNTERHALT. Aus welchem Grunde? Die Vereinbarungen zur Morgengabegleichen der Morgengabe.

6UND NICHT DER EHESCHWAGER. Aus welchem Grunde? – Der Allbarmherzige nennt ihnErstgeborener. Abajje sagte: Dies gilt nur von der Melioration der Güter zwischen dem Tode und der Schwagerehe, von der [Melioration] zwischen der Schwagerehe und der Teilung aber erhält er wohl. Aus welchem Grunde? – Der Allbarmherzige sagt:auf den Namen seines verstorbenen Bruders treten, und er ist ja getreten.

7Raba sagte: Auch von der zwischen der Schwagerehe und der Teilung erhalte er nicht, denn er gleicht dem Erstgeborenen, und wie der Erstgeborene vor der Teilung nichts erhält, ebenso erhält auch der Eheschwager nichts vor der Teilung.

8SIE ALLE ERHALTEN NICHTS VON DER MELIORATION.

Text: „Der Babylonische Talmud", übers. Lazarus Goldschmidt (1929, † 1950), gemeinfrei. Digitale Quelle: Sefaria.