Chagiga — Blatt 23b
1Sie stellten es dem Kriechtierunreinen gleich. –
2Demnach sollte es keinen Menschen unrein machen, während gelehrt wird, der es zuschneidet und untertaucht, benötige des Untertauchens!? – Vielmehr, sie stellten es einem Leichenreinen gleich. – Demnach sollte er des Besprengens am dritten und am siebenten [Tage] benötigen,
3während gelehrt wird, der es zuschneidet und untertaucht, benötige des Untertauchens; nur des Untertauchens, nicht aber des Besprengens am dritten und am siebenten!? – Vielmehr, sie stellten es einem Leichen unrein en am siebenten Tage gleich. –
4Es wird ja aber gelehrt, bei der [roten] Kuh habe man nie etwas erneuert!?
5Abajje erwiderte: Man hat nicht erneuert, daß etwa eine Axt durch Sitzen unrein werde. Es wird nämlich gelehrt: Und wer sich auf das Gerät setzt; man könnte glauben, daß, wenn [der Flußbehaftete] eine Seá oder einen Trikab umgestülpt und sich darauf gesetzt hat, sie unrein werden,
6so heißt es: und wer sich auf das Gerät setzt, worauf er gesessen hat, soll unrein sein; nur was zum Sitzen bestimmt ist, ausgenommen diese, da man zu ihm sagen kann: Stehe auf, wir wollen unsere Arbeit verrichten.
7DAS GEFÄSS VERBINDET BEI HEILIGEM, NICHT ABER BEI HEBE. Woher dies? R. Ḥanin erwiderte: Die Schrift sagt: eine Schale, zehn Gold-[šeqel schwer], gefüllt mit Räucherwerk; die Schrift machte alles, was in der Schale, Eines.
8R. Kahana wandte ein: R. A͑qiba fügte noch hinzu: wenn jemand, der am selben Tage untergetaucht ist, einen Teil des Mehles, des Räucherwerkes, des Weihrauchs und der Kohlen berührt, so macht or alles untauglich.
9Dies ist also rabbanitisch!? – Wieso? – Im Anfangssatze lehrt er: R. Šimo͑n b. Bethera bekundete, daß, wenn ein Unreiner einen Teil der Entsündigungsasche berührt, alles unrein sei, und darauf lehrt er: R. A͑qiba fügte noch hinzu.
10Reš Laqiš erklärte im Namen Bar Qapparas:
Text: „Der Babylonische Talmud", übers. Lazarus Goldschmidt (1929, † 1950), gemeinfrei. Digitale Quelle: Sefaria.