Chullin — Blatt 25a
1selbst wenn es voll Senfkörner ist.
2R. Ada b. Ahaba sprach zu Raba: Sollte doch [durch einen Schluß] vom Leichteren auf das Schwerere gefolgert werden, daß ein Tongefäß von der Außenseite unrein werde: wenn alle anderen Gefäße, die im Hohlraume nicht unrein werden, von der Außenseite unrein werden, um wieviel mehr wird das Tongefäß, das im Hohlraume unrein wird, von der Außenseite unrein!? –
3Die Schrift sagt: jedes offene Gefäß, auf dem kein Deckel ist, und das Tongefäß ist dasjenige Gefäß, bei dem die Unreinheit in die Öffnung kommt; es wird nur dann unrein, wenn darauf kein Deckel ist, ist aber ein Deckel darauf, so wird es nicht unrein. –
4Sollte doch [durch einen Schluß] vom Leichteren auf das Schwerere gefolgert werden, daß alle anderen Gefäße im Hohlraume unrein werden: wenn das Tongefäß, das von der Außenseite nicht unrein wird, im Hohlraume unrein wird, um wieviel mehr werden alle anderen Gefäße, die von der Außenseite unrein werden, im Hohlraume unrein!? –
5Die Schrift sagt: sein Inneres, das Innere von diesem, nicht aber das Innere von einem anderen. –
6[Das Wort] Inneres ist ja bereits ausgelegt worden!? –
7[Das Wort] Inneres kommt viermal vor: Inneres, seinInneres, Inneres, sein Inneres;
8einmal ist es an sich nötig, einmal wegen der Wortanalogie, einmal, daß dies nur von seinem Innern gilt, nicht aber vom Innern eines anderen, und einmal, daß dies nur von seinem Innern gilt, nicht aber vom Innern seines Innern, das sogar das Abspülgefäß schütze. –
9Sollte doch [durch einen Schluß] vom Schwereren auf das Leichtere gefolgert werden, daß alle anderen Gefäße nicht von der Außenseite, sondern nur von der Innenseite, durch Berührung, unrein werden: wenn das Tongefäß, das im Hohlraume unrein wird, von der Außenseite nicht unrein wird, um wieviel weniger werden alle anderen Gefäße, die im Hohlraume nicht unrein werden, von der Außenseite unrein!? –
10Die Schrift sagt: jedes offene Gefäß, auf dem kein Deckel ist, ist unrein; nur dieses ist unrein, wenn auf ihm kein Deckel ist, aber rein, wenn auf ihm ein Deckel ist, alle anderen Gefäße aber sind unrein, einerlei ob ein Deckel auf ihnen ist oder kein Deckel auf ihnen ist.
11WAS BEI HOLZGERÄTEN REIN IST, IST BEI METALLGERÄTEN UNREIN, UND WAS BEI METALEGERÄTEN REIN IST, IST BEI HOLZGERÏTEN UNREIN.
12GEMARA. Die Rabbanan lehrten: Halbfertige Holzgeräte sind unrein, flache sind rein, halbfertige Metallgeräte sind rein, flache sind unrein. Somit ist das, was bei Holzgeräten rein ist, bei Metallgeräten unrein, und was bei Metallgeräten unrein ist, bei Holzgeräten rein.
13Folgende sind halbfertige Holzgeräte: was noch geglättet, graviert, gehobelt, umrändert und mit Fischhaut poliert werden muß; fehlt noch der Fuß, der Rand oder der Henkel, so ist es unrein, fehlt aber das Austiefen,, so ist es rein. –
14Wenn noch das Austiefen fehlt, ist es ja selbstverständlich!? – In dem Falle, wenn man ein Qapiz in einem Kab ausgetieft hat.
15Folgende sind halbfertige Metallgeräte: was noch
Text: „Der Babylonische Talmud", übers. Lazarus Goldschmidt (1929, † 1950), gemeinfrei. Digitale Quelle: Sefaria.