Eruvin — Blatt 63b
1Und ferner heißt es: dessen Sohn Nun, dessen Sohn Jehošua͑.
2Es streitet somit gegen R.Abba b.Papa, denn R.Abba b.Papa sagte, Jehošua͑ sei nur deshalb bestraft worden, weil er Jisraél eine Nacht von der Fortpflanzung zurückgehalten hatte.
3Es heißt: während aber Jehošua͑ sich in Jeriḥo befand, schaute er einst auf und sah &c. Und ferner heißt es: da erwiderte er: Ich bin ein Heeresfürst des Herrn; ich bin nun gekommen &c.
4Dieser sprach nämlich zu ihm: Gestern habt ihr das beständige Abendopfer ausfallen lassen, und jetzt habt ihr das Studium der Tora vernachlässigt. — Wegen welcher [Sünde] bist du gekommen? Dieser erwiderte: Ich bin nun gekommen.
5Hierauf: Da ging Jehošua͑ jene Nacht in die Vertiefung. Hierzu sagte R.Joḥanan: Dies lehrt, daß er sich jene Nacht in die Halakha vertieft hatte,
6und es ist überliefert, daß, so lange die Bundeslade und die Göttlichkeit nicht auf ihrem Platze weilten, ihnen der Beischlaf verboten war.
7R.Šemuél b. Inja sagte im Namen Rabhs: Das Studium der Tora ist bedeutender als die Darbringung des beständigen Opfers, denn er sagte zu ihm: ich bin nun gekommen.
8R.Beruna sagte im Namen Rabhs: Wer in einem Raume schläft, in dem Mann und Frau wohnen, über den heißt es: die Frauen meines Volkes vertreibt ihr aus ihrem behaglichen Hause.
9R.Joseph sagte: Selbst wenn die Frau Menstruierende ist.
10Raba sagte: Ist die Frau Menstruierende, so komme Segen über ihn. Dies ist aber nichts; wer hat sie denn bisher bewacht?
11Einst sprachen die Anwohner der Durchgangsgasse, in der Laḥman, der Sohn Ristaqs, wohnte, zu ihm: Vermiete uns dein Gebiet. Er vermietete es ihnen aber nicht.
12Als sie zu Abajje kamen und es ihm erzählten, sprach er zu ihnen: Tretet eure Gebiete an einen ab, sodann wird ein einzelner dem Nichtjuden gegenüberstehen, und einem einzelnen kann ein Nichtjude sie nicht verboten machen.
13Jene entgegneten: Dies aus dem Grunde, weil [ein einzelner mit einem Nichtjuden] nicht zu wohnen pflegt, und diese wohnen ja.
14Dieser erwiderte: Die Abtretung der Gebiete an einen ist selten, und bei Seltenem haben die Rabbanan keine Maßnahme getroffen.
15Als hierauf R.Hona, Sohn des R.Jehošua͑, diese Lehre Raba vortrug, sprach dieser zu ihm:
Text: „Der Babylonische Talmud", übers. Lazarus Goldschmidt (1929, † 1950), gemeinfrei. Digitale Quelle: Sefaria.