Gittin — Blatt 16a
1daß der Strahl, der Ablauf und die Feuchtigkeit weder bei der Unreinheit noch bei der Reinigung als Verbindung gelten!? –
2In dem Falle, wenn Feuchtigkeit zur Befeuchtung vorhanden ist. – Auch dies haben wir ja gelernt: Feuchtigkeit zur Befeuchtung gilt als Verbindung!? –
3Vielleicht nur bei einem Tauchbade, und zwar nach R. Jehuda, denn wir haben gelernt: Wenn das Tauchbad genau vierzig Seá enthält und zwei Personen hinabgestiegen und gleichzeitig untergetaucht sind, so sind sie rein,
4wenn aber hintereinander, so ist der erste rein und der andere unrein;
5R. Jehuda sagt, wenn die Füße des ersten noch das Wasser berühren, so ist auch der andere rein.
6R. Jirmeja sagte: Sie sagten, daß, wenn jemand mit dem Kopfe und dem größeren Teile seines Körpers in geschöpftes Wasser gekommen ist, oder wenn einem über den Kopf und den größeren Teil seines Körpers drei Log geschöpftes Wasser gegossen worden ist, er unrein sei. Folgendes aber fragte R. Jirmeja: Wie ist es, wenn es zur Hälfte durch Hineinsteigen und zur Hälfte durch Aufgießen erfolgt ist? – Dies bleibt unentschieden.
7R. Papa sagte: Sie sagten, daß, wenn über einen kranken Samenergußbehafteten neun Kab Wasser geschüttet worden sind, er rein sei. Folgendes aber fragte R. Papa: Wie ist es, wenn die Hälfte durch Untertauchen und die Hälfte durch Aufschütten erfolgt ist? – Dies bleibt unentschieden.
8WENN EINER SAGT: ER IST VOR MIR GESCHRIEBEN WORDEN, UND EINER SAGT &C. R. Šemuél b. Jehuda sagte im Namen R. Joḥanans: Nur in dem Falle, wenn der Scheidebrief nicht aus den Händen beider kommt, wenn aber der Scheidebrief aus den Händen beider kommt,
Text: „Der Babylonische Talmud", übers. Lazarus Goldschmidt (1929, † 1950), gemeinfrei. Digitale Quelle: Sefaria.