Jevamot — Blatt 26b
1sollte dies auch von fünf gelten!? — Daß zwei sterben könnten, berücksichtige man nicht.
2Raba b. R. Hona sagte im Namen Rabhs: Wenn drei Schwägerinnen, die Schwestern sind, zwei Schwägern, die Brüder sind, zugefallen sind, so vollziehe einer die Ḥaliça an der einen, der andere die Ḥaliça an der anderen und die mittelste benötigt der Ḥaliça von beiden.
3Rabba sprach zu ihm: Wenn du sagst, die mittelste benötige der Ḥaliça von beiden, so bist du ja der Ansicht, es bestehe eine Gebundenheit, wonach die Ḥaliça ungiltig ist, und sie sich wegen der ungiltigen Ḥaliça an alle Brüder wenden müsse, demnach sollte dies auch von der ersten gelten!? —
4Falls sie gleichzeitig zufallen,
5ist dem auch so, hier aber wird von dem Falle gesprochen, wenn sie nach einander zugefallen sind;
6zuerst die eine, und Reúben vollzog an ihr die Ḥaliça, alsdann die andere, und Šimo͑n vollzog an ihr die Ḥaliça;
7wenn dann die dritte zufällt, so vollziehe einer an ihr die Ḥaliça und entledige sich seiner Gebundenheit, sodann der andere und entledige sich seiner Gebundenheit. —
8Rabh sagte ja aber, es bestehe keine Gebundenheit!? — Er lehrte es nach demjenigen, welcher sagt, es bestehe eine Gebundenheit.
9Šemuél aber sagte, einer vollziehe die Ḥaliça an allen. — Merke, Šemuél ist ja, wie wir wissen, der Ansicht, es sei eine vollständige Ḥaliça erforderlich, denn Šemuél sagte,
Text: „Der Babylonische Talmud", übers. Lazarus Goldschmidt (1929, † 1950), gemeinfrei. Digitale Quelle: Sefaria.