Kidduschin — Blatt 27b
1Dies nur in dem Falle, wenn er das Geld für alle gezahlt hat, wenn er aber nicht das Geld für alle gezahlt hat so erwirbt er nur im Betrage der Zahlung. Dies ist eine Stütze für Šemuél, denn Šemuél sagte: Wenn er ihm zehn Felder in zehn Provinzen verkauft hat, so hat dieser, sobald er eines in Besitz genommen hat, alle erworben.
2R. Aḥa, Sohn des R. Iqa, sagte: Dies ist auch zu beweisen; hat jemand, dem man zehn Stück Vieh an einem Halfter übergeben und zu ihm gesagt hat, daß er sie erwerbe, sie etwa nicht erworben!? Man erwiderte ihm: Es ist nicht gleich; hierbei hat er die Verbindung in der Hand, da aber hat er nicht die Verbindung in der Hand.
3Manche lesen: R. Aḥa, Sohn des R. Iqa, sagte: Es ist zu beweisen, daß er nicht alle erwirbt; hat jemand, dem man zehn Stück Vieh an einem Halfter übergeben und zu ihm gesagt hat, daß er das eine erwerbe, etwa alle erworben!? –
4Es ist nicht gleich; hierbei sind es von einander getrennte Körper, da aber ist der ganze Erdboden ein Komplex.
5WERDEN SIE VERBUNDEN MIT GÜTERN &C. U͑la sagte: Wo ist die Zuschiebung des Schwures aus der Tora zu entnehmen? Es heißt: die Frau spreche; Amen, Amen,
6und hierzu wird gelehrt: worauf spricht sie zweimal Amen, Amen auf die Verfluchung, Amen auf den Schwur; Amen inbezug auf diesen Mann, Amen inbezug auf einen anderen Mann; Amen, daß ich nicht als Verlobte, als Verheiratete, als Anwärterin der Schwagerehe oder als Heimgeführte abgeschweift bin.
7Von welcher Verlobten wird hier gesprochen: wenn er sie als Verlobte verwarnt hat und sie als Verlobte trinken ließ, so haben wir ja gelernt, daß die Verlobte und die Anwärterin der Schwagerehe weder trinken noch ihre Morgengabe erhalten, denn der Allbarmherzige sagt: unter deinem Manne, was bei diesen nicht der Fall ist,
8und wenn er sie als Verlobte verwarnt hat, sie als Verlobte sich verborgen hat, und er sie als Verheiratete trinken ließ,
9so prüft sie ja das Wasser nicht, denn der Allbarmherzige sagt: und der Mann sei frei von Schuld, ist der Mann frei von Schuld, so prüft das Wasser seine Frau, ist der Mann nicht frei von Schuld, so prüft das Wasser seine Frau nicht.
10Wahrscheinlich durch Zuschiebung. –
11Wir wissen dies von der Ehebruchsverdächtigten, wobei es sich um ein Verbot handelt, woher dies bei Geldangelegenheiten? – In der Schule R. Jišmaéls wurde gelehrt: Es ist [ein Schluß] vom Leichteren auf das Schwerere zu folgern:
Text: „Der Babylonische Talmud", übers. Lazarus Goldschmidt (1929, † 1950), gemeinfrei. Digitale Quelle: Sefaria.