Kidduschin — Blatt 3a
1Da lehrt er uns, daß der Etrog in seiner Art dem Kraute gleiche; wie es die Art des Krautes ist, an jedem Wasser zu wachsen, und die Verzehntung erfolgt beim Einsammeln, ebenso ist es die Art des Etrogs an jedem Wasser zu wachsen, und die Verzehntung erfolge beim Einsammeln. –
2Wir haben gelernt: der Koj gleicht in mancher Hinsicht dem Wild, in mancher Hinsicht dem Vieh, in mancher Hinsicht dem Wild und dem Vieh, und in mancher Hinsicht weder dem Wild noch dem Vieh; sollte er doch ‘Dinge’ lehren!? Ferner haben wir gelernt: dies ist eine von den Hinsichten, worin Scheidebriefe und Freilassungsbriefe einander gleichen; sollte er doch ‘Dinge’ lehren!? –
3Vielmehr, überall, wo eine Unterscheidung gemacht wird, lehrt er ‘derekh’, und überall, wo keine Unterscheidung gemacht wird, lehrt er ‘Dinge’. Dies ist auch zu beweisen, denn im Schlußsatze lehrt er: R. E͑lie͑zer sagt, der Etrog gleiche dem Baume in jeder Beziehung. Schließe hieraus.+
4Was schließt die Zahl im Anfangsatze aus und was schließt die Zahl im Schlußsatze aus? –
5Die Zahl im Anfangsatze schließt das Brautgemach aus. – Was schließt sie nach R. Hona aus, welcher sagt, [durch einen Schluß] vom Leichteren auf das Schwerere sei zu entnehmen, daß durch das Brautgemach eine Aneignung erfolge!? –
6Dies schließt den Tausch aus. Man könnte glauben, da aus [dem Worte] nehmen, das auch beim Felde E͑phrons gebraucht wird, gefolgert wird, [so folgere man ferner:] wie ein Feld durch Tausch angeeignet werden kann, könne auch eine Frau durch Tausch angeeignet werden, so lehrt er uns. –
7Vielleicht ist dem auch so!? – Der Tausch kann auch [durch eine Sache] unter einer Peruṭa erfolgen,
Text: „Der Babylonische Talmud", übers. Lazarus Goldschmidt (1929, † 1950), gemeinfrei. Digitale Quelle: Sefaria.