Menachot — Blatt 107b

1WAS ICH GENANNT HABE, SO FÜGE ER ZU DIESEN NOCH EINE TURTELTAUBE UND EINE JUNGE TAUBE HINZU.

2[SAGTE JEMAND,] ER SPENDE EIN DANKOPFER, ODER EIN HEILSOPFER, SO BRINGE ER EIN LAMM. [SAGT ER:] ICH HABE ETWAS VOM RINDVIEH GENANNT, WEISS ABER NICHT, WAS ICH GENANNT HABE, SO BRINGE ER EINEN FARREN, EINE KUH, EIN KALB UND EINE KALBE; WENN: VOM VIEH, WEISS ABER NICHT, WAS ICH GENANNT HABE, SO BRINGE ER EINEN FARREN, EINE KUH, EIN KALB, EINE KALBE, EINEN WIDDER, EIN MUTTERSCHAF, EINEN ZIEGENBOCK, EINE ZIEGE, EIN BÖCKCHEN, EIN ZICKLEIN, EIN MÄNNLICHES LÄMMCHEN UND EIN WEIBLICHES LÄMMCHEN.

3[SAGTE JEMAND,] ER SPENDE EIN RIND, SO BRINGE ER DIESES UND DAS GUSSOPFER DAZU IM WERTE EINER MINE; WENN EIN KALB, SO BRINGE ER DIESES UND DAS GUSSOPFER DAZU IM WERTE VON FÜNF [SELA͑]; WENN EINEN WIDDER, SO BRINGE ER DIESEN UND DAS GUSSOPFER DAZU IM WERTE VON ZWEI [SELA͑]; WENN EIN LAMM, SO BRINGE ER DIESES UND DAS GUSSOPFER DAZU IM WERTE EINES SELA͑.

4[SAGTE ER,] EINEN OCHSEN FÜR EINE MINE, SO BRINGE ER EINEN SOLCHEN FÜR EINE MINE AUSSER DEM GUSSOPFER; WENN EIN KALB FÜR FÜNF, SO BRINGE ER EIN SOLCHES FÜR FÜNF AUSSER DEM GUSSOPFER; WENN EINEN WIDDER FÜR ZWEI, SO BRINGE ER EINEN FÜR ZWEI AUSSER DEM GUSSOPFER; WENN EIN LAMM FÜR EINEN SELA͑, SO BRINGE ER EIN SOLCHES FÜR EINEN SELA͑ AUSSER DEM GUSSOPFER.

5[WENN ER GESAGT HAT:] EINEN OCHSEN FÜR EINE MINE, UND ZWEI IM WERTE EINER MINE GEBRACHT HAT, SO HAT ER SEINER PFLICHT NICHT GENÜGT, SELBST WENN EINER EINE MINE WENIGER EINEN DENAR WERT IST UND DER ANDERE EINE MINE WENIGER EINEN DENAR WERT IST.

6WENN ER ‘EINEN SCHWARZEN’ [GESAGT] UND EINEN WEISSEN GEBRACHT HAT, ‘EINEN WEISSEN’ [GESAGT] UND EINEN SCHWARZEN GEBRACHT HAT, ‘EINEN GROSSEN’ GESAGT UND EINEN KLEINEN GEBRACHT HAT, SO HAT ER SEINER PFLICHT NICHT GENÜGT; WENN ER ‘EINEN KLEINEN’ [GESAGT] UND EINEN GROSSEN GEBRACHT HAT, SO HAT ER SEINER PFLICHT GENÜGT, RABBI SAGT, ER HABE SEINER PFLICHT NICHT GENÜGT.

7GEMARA. Sie streitenaber nicht; einer spricht von seiner Ortschaft und einer von seiner Ortschaft.

8Die Rabbanan lehrten: [Sagte jemand,] er spende ein Brandopfer im Werte eines Sela͑ für den Altar, so bringe er ein Lamm, denn mit Ausnahme eines Lammes hast du nichts im Werte eines Sela͑, das auf dem Altar dargebracht wird. [Sagte er:] ich habe etwas genannt, weiß aber nicht, was ich genannt habe, so bringe er im Werte eines Sela͑ von allem, was auf dem Altar dargebracht wird.

9ICH HABE ETWAS VOM RINDVIEH GENANNT, WEISS ABER NICHT, WAS ICH GENANNT HABE, SO BRINGE ER EINEN FARREN UND EIN KALB. Weshalb denn, er sollte doch in jedem Falle nur einen Farrenbringen!? –

10Hier ist die Ansicht Rabbis vertreten, welcher sagt, wer ein kleines genannt und ein großes gebracht hat, habe seiner Pflicht nicht genügt. –

11Wie ist, wenn hier die Ansicht Rabbis vertreten ist, der Schlußsatz zu erklären: [Wenn er gesagt hat:] einen Ochsen für eine Mine, und zwei im Werte einer Mine gebracht hat, so hat er seiner Pflicht nicht genügt, selbst wenn einer eine Mine weniger einen Denar wert ist und der andere eine Mine weniger einen Denar wert ist.

12Wenn er ‘einen schwarzen’ [gesagt] und einen weißen gebracht hat, ‘einen weißen’ [gesagt] und einen schwarzen gebracht hat, ‘einen großen’ [gesagt] und einen kleinen gebracht hat, so hat er seiner Pflicht nicht genügt; wenn er ‘einen kleinen’ gesagt und einen großen gebracht hat, so hat er seiner Pflicht genügt; Rabbi sagt, er habe seiner Pflicht nicht genügt.

13Der Anfangsatz und der Schlußsatz nach Rabbi und der Mittelsatz nach den Rabbanan!? –

14Allerdings, der Anfangsatz und der Schlußsatz nach Rabbi und der Mittelsatz nach den Rabbanan. Er meint es wie folgt: darüberbesteht ein Streit zwischen Rabbi und den Rabbanan.

15Dort haben wir gelernt: Sechsfür freiwillige Spenden. Wem entsprechend waren diese?

16Ḥizqija erwiderte: Entsprechend den sechs Tageswachen, die die Weisen angeordnet haben, damit Friedeunter ihnen walte.

17R. Joḥanan erklärte: Da die Spenden reichlich waren, so ordneten sie viele Sammelbüchsen an, damit die Münzen nicht schimmlig werden.

18Zee͑ri erklärte: Für [die Opfertiere]Farre, Kalb, Widder, Lamm, Böckchen und Ziegenbock. Dies nach Rabbi, welcher sagt, wer einen kleinen [gesagt] und einen großen gebracht hat, habe seiner Pflicht nichtgenügt.

19Bar Pada erklärte: Für Farren, Widder,

Text: „Der Babylonische Talmud", übers. Lazarus Goldschmidt (1929, † 1950), gemeinfrei. Digitale Quelle: Sefaria.