Menachot — Blatt 22a

1der Allbarmherzige habe esnur den Jisraéliten zuerkannt, da sie es in der Kammerhaben, nicht aber den Priestern, die es nicht in der Kammer haben, so lehrt er uns.

2Woher entnimmt es der Autor, dem es entschieden ist, daß das Holz von Gemeindemitteln anzuschaffen sei? – Es wird gelehrt: Man könnte glauben, wer gesagt hat, er gelobe ein Brandopfer, bringe auch das Holz vom Hause, wie er das Trankopfer vom Hause bringt, so heißt es:auf das Holz über dem Feuer auf dem Altar; wie der Altar von Gemeindemitteln errichtet ist, ebenso auch das Holz und das Feuer von Gemeindemitteln – so R. Elea͑zar b. R. Šimo͑n.

3R. Elea͑zar b. Šammua͑ sagte: Wie der Altar von einem Gemeinen nicht benutzt wird, ebenso Holz und Feuer, die von einem Gemeinen nicht benutzt worden sind. – Welchen Unterschied gibt es zwischen ihnen? – Ein Unterschied besteht zwischen ihnen, ob es neues [Holz] sein muß. –

4Altes etwa nicht, es heißt ja:da sprach Aravna zu David: Mein Herr und König wolle nehmen, was ihm zusagt, und opfern; die Rinder zum Brandopfer und die Dreschwalzen und das Geschirr der Rinder zum Brennholz. – Auch diese waren neu. –

5Was heißt Dreschwalzen? U͑la erwiderte: Ein Tribulum-Gestell. – Was ist ein Tribulum-Gestell? R. Jehuda erwiderte: Ein runder zum Dreschen dienender Bock. R. Joseph sagte: Hierauf deutet folgender Schriftvers:siehe, ich mache dich zu einer neuen, scharfen Dreschwalze mit vielen Schneiden; du wirst Berge dreschen.

6IST DER HAUFE MIT DEM HAUFEN EINES ANDEREN [OPFERS], DEM SPEISOPFER EINES PRIESTERS, DEM SPEISOPFER DES GESALBTEN PRIESTERS, ODER DEM SPEISOPFER EINES GUSSOPFERS VERMISCHT WORDEN, SO SIND SIETAUGLICH;

7R. JEHUDA SAGT, WENN MIT DEM SPEISOPFER DES GESALBTEN PRIESTERS ODER DEM SPEISOPFER EINES GUSSOPFERS, SEIEN SIE UNTAUGLICH, DENN JENER BESTEHT AUS EINER HARTEN UND DIESE AUS EINER WEICHENMISCHUNG, UND SIE NEHMEN VON EINANDER AN.

8GEMARA. Dort haben wir gelernt: Ist das Blutmit Wasser vermischt worden, so ist es, wenn es das Aussehen von Blut hat, tauglich; ist es mit Weinvermischt worden, so behandle man ihn wie Wasser; ist es mit Blut von einem Viehoder einem Wilde vermischt worden, so behandle man es wie Wasser. R. Jehuda sagt, Blut gehe in Blut nichtauf.

9R. Joḥanan sagte: Beide folgern sie es aus ein und demselben Schriftverse:Er nehme vom Blute des Farren und vom Blute des Ziegenbockes, und da es bekannt ist, daß das Blut des Farren mehr ist als das Blut des Ziegenbockes, so entnehmen die Rabbanan hieraus,

Text: „Der Babylonische Talmud", übers. Lazarus Goldschmidt (1929, † 1950), gemeinfrei. Digitale Quelle: Sefaria.