Menachot — Blatt 22b

1daß Opfer einander nichtaufheben; R. Jehuda aber entnimmt hieraus, daß eine Art in derselben Art nicht aufgehe. –

2Wieso entnehmen die Rabbanan hieraus, daß Opfer einander nicht aufheben, vielleicht erfolgt diesaus dem Grunde, weil sie gleicher Art sind!? –

3Wäre dies von Dingen gleicher Art und nicht von Opfern gelehrt worden, so wäre dem so, da dies aber von Opfern gelehrt wird, so erfolgt dies aus dem Grunde, weil es Opfer sind. –

4Vielleicht nur dann, wenn es Dinge gleicher Art und Opfer sind!? – Ein Einwand. –

5Wieso entnimmt R. Jehuda hieraus, daß eine Art in derselben Art nicht aufgehe, vielleicht erfolgt dies aus dem Grunde, weil es Opfer sind!? –

6Wäre dies von Opfern verschiedener Art gelehrt worden, so wäre dem so, da es aber von derselben Art gelehrt wird, so erfolgt dies aus dem Grunde, weil es Dinge derselben Art sind. –

7Vielleicht nur dann, wenn es Dinge derselben Art und Opfer sind!? – Ein Einwand. –

8Wir haben gelernt: R. Jehuda sagt, wenn mit dem Speisopfer des gesalbten Priesters oder dem Speisopfer eines Gußopfers, seien sie untauglich, denn jener besteht aus einer harten und diese aus einer weichen Mischung, und sie nehmen von einander an. Was ist denn dabei, daß sie von einander annehmen, sie sind ja von der gleichenArt!?

Text: „Der Babylonische Talmud", übers. Lazarus Goldschmidt (1929, † 1950), gemeinfrei. Digitale Quelle: Sefaria.