Menachot — Blatt 31a
1auf [die Lehre von] der Truhe, denn wir haben gelernt: Die Truhe ist, wie die Schule Šammajs sagt, von innen, und wie die Schule Hillels sagt, von außenzu messen. Diese und jene stimmen überein, daß die Dicke der Füße und die der Ränder nicht mitzumessen sei.
2R. Jose sagt, sie stimmen überein, daß die Dicke der Füße und die der Ränder mitzumessen sei, nicht aber der Raum zwischen diesen. R. Šimo͑n Šezori sagt, sind die Füße eine Handbreite hoch, sei der Zwischenraum nicht mitzumessen, wenn aber nicht, sei er mitzumessen.
3R. Naḥman b. Jiçḥaq erklärte, auf [die Lehre] vom Weine, denn wir haben gelernt: R. Meír sagt, das Ölsei stets erstgradig; die Weisen sagen, auch der Honig; R. Šimo͑n Šezori sagt, auch der Wein. – Demnach wäre der erste Autor der Ansicht, daß dies vom Weine nicht gilt!? – Lies: R. Šimo͑n Šezori sagt, der Wein.
4Es wird gelehrt: R. Šimo͑n Šezori erzählte: Einst wurde mir Unverzehntetesmit Profanemvermischt, und als ich zu R. Tryphon kam und ihn fragte, sprach er zu mir: Geh auf den Markt und kaufe anderes, und von diesementrichte den Zehnten.
5Er ist der Ansicht, nach der Tora gehe alles in der Mehrheit auf, und da die meisten Leute aus dem gemeinen Volkeden Zehnten entrichten, so entrichte man ihn von Unpflichtigemfür das Unpflichtige. –
6Sollte er ihm doch gesagt haben: geh, kaufe anderes von einem Nichtjuden!? – Er ist der Ansicht, ein Nichtjude könne im Jisraéllande keinen [Grundbesitz] eignen, um [den Ertrag] der Verzehntungzu entziehen; dies wäre somit [eine Entrichtung] von Pflichtigem für das Unpflichtige.
7Manche sagen, er habe ihm erwidert: geh und kaufe anderes von einem Nichtjuden. Er ist demnach der Ansicht, ein Nichtjude könne im Jisraélland [Grundbesitz] eignen, um [den Ertrag] der Verzehntung zu entziehen; dies ist somit [eine Entrichtung] von Unpflichtigem für das Unpflichtige. –
8Sollte er ihm doch erwidert haben: kaufe anderes auf dem Markte!? – Er ist der Ansicht, die meisten Leute aus dem gemeinen Volke entrichten nicht den Zehnten.
9R. Jemar b. Šelemja ließ R. Papa fragen: Bezieht sich das, was Rabin b. Ḥenana im Namen U͑las im Namen R. Ḥaninas gesagt hat, daß nämlich die Halakha wie R. Šimo͑n Šezori sei, und noch mehr, überall, wo R. Šimo͑n Šezori etwas lehrt, sei die Halakha wie er, auch auf den Fall, wenn Unverzehntetes mit Profanem vermischt worden ist?
10Dieser erwiderte: Jawohl. R. Aši sagte: Mar Zuṭra sagte mir, R. Ḥanina aus Sura habe wie folgt erwidert: selbstverständlich,
Text: „Der Babylonische Talmud", übers. Lazarus Goldschmidt (1929, † 1950), gemeinfrei. Digitale Quelle: Sefaria.