Menachot — Blatt 31b
1er sagte ja nicht: in der Mišna, sondern:
2R. Zee͑ri sagte im Namen R. Ḥananéls im Namen Rabhs: Wenn ein Rißsich auf zwei Zeilen ausdehnt, so nähe man ihn zusammen, wenn auf drei, so nähe man ihn nichtzusammen. Rabba der Kleine sprach zu R. Aši: Folgendes sagte R. Jirmeja aus Diphte im Namen Rabas: das, was wir gesagt haben, wenn auf drei, nähe man ihn nicht zusammen, gilt nur von alten, bei neuen aber ist nichts dabei.
3Unter ‘neu’ ist aber nicht wirklich neu, und unter ‘alt’ ist nicht wirklich alt zu verstehen, vielmehr ist unter dem einen zu verstehen, wenn die Galläpfelglättung nicht [zu sehen] ist, und unter dem anderen, wenn sie [zu sehen]ist. Jedoch nur mit Adern, nicht aber mit einem Faden.
4R. Jehuda b. Abba fragte: Wie ist es, wenn zwischen den Kolumnenund zwischen den Zeilen? – Dies bleibt unentschieden.
5R. Zee͑ri sagte im Namen R. Hananéls im Namen Rabhs: Hat man eine Mezuza in [Zeilen von] je zwei Wörtern geschrieben, so ist sie tauglich. Sie fragten: Wie ist es, wenn in [Zeilen von] zwei, drei und einem? R. Naḥman b. Jiçḥaq erwiderte: Erst recht, da man sie in der Art eines Liedesgemacht hat. Man wandte ein: Hat man sie in der Art eines Liedes oder ein Lied in solcher Art gemacht, so ist sie untauglich!? – Dies bezieht sich auf eine Torarolle.
6Es wurde auch gelehrt: Rabba b. Bar Ḥana sagte im Namen R. Joḥanans, und wie manche sagen, sagte es R. Aḥa b. Bar Ḥana im Namen R. Joḥanans: Hat man eine Mezuza in [Zeilen von] zwei, drei und einem [Worte] gemacht, so ist sie tauglich, nur darf es nicht zeltartig, auch nicht schwanzartig sein.
7R. Ḥisda sagte: [Die Worte] auf der Erdein der letzten Zeile. Manche sagen, am Schlusse der Zeile, und manche sagen, am Anfang der Zeile.
8Manche sagen, am Schlusse der Zeile, [denn es heißt:]wie hoch der Himmel über der Erdeist. Manche sagen, am Anfang der Zeile: wie fern der Himmel von der Erde ist.
9R. Ḥelbo erzählte: Ich beobachtete, wie R. Hona [die Mezuza] von einzig bis gegen hörewickelte, und die Abschnitte machte er geschlossen.
10Man wandte ein: R.Šimo͑n b. Elea͑zar sagte: R. Meír schrieb sie kolumnenartigauf Dixestos,
Text: „Der Babylonische Talmud", übers. Lazarus Goldschmidt (1929, † 1950), gemeinfrei. Digitale Quelle: Sefaria.