Menachot — Blatt 32b

1wenn man beim Dixestos auf die Fleischseite geschrieben hat.

2Wenn du aber willst, sage ich: über den Fall, wenn man bei dem einen oder dem anderen anders verfahren hat, [streiten] Tannaím, denn es wird gelehrt: Hat man bei dem einen oder dem anderen anders verfahren, so ist es untauglich, und nach R. A͑haj b. R. Ḥanina, manche sagen es im Namen des R. A͑qiba b. Ḥanina, tauglich. –

3Wieso dürfte man dies, auch wenn man herabsetzen dürfte, das Linieren ist jaerforderlich!? R. Minjomi b. Ḥilqija sagte nämlich im Namen des R. Ḥama b. Gorja im Namen Rabhs, eine nicht linierte Mezuza sei untauglich, und in seinem eigenen Namen sagte R. Minjomib. Ḥilqija, das Linieren der Mezuza sei eine dem Moše am Sinaj überlieferte Lehre!? –

4Hierüber [besteht ein Streit] von Tannaím, denn es wird gelehrt: R. Jirmeja sagte im Namen unseres Meisters: Tephillin und Mezuzoth dürfen ohne Vorlage geschrieben werden und benötigen nicht des Linierens.

5Die Halakha ist: Die Tephillin benötigen des Linierens nicht, die Mezuza benötigt des Linierens; beide aber dürfen ohne Vorlage geschrieben werden, weil sie geläufig sind.

6R. Helbo sagte: Einst sah ich, wie R. Hona, der sich auf ein Bett, auf dem eine Torarolle lag, setzenwollte, zuerst ein Polster auf die Erde schob und darauf die Torarolle legte, und erst dann setzte er sich auf das Bett. Er ist der Ansicht, man dürfe nicht auf einem Bette sitzen, auf dem eine Torarolle sich befindet.

7Er streitet somit gegen Rabba b. Bar Ḥana, denn Rabba b. Bar Ḥana sagte im Namen R. Joḥanans, man dürfe auf einem Bette sitzen, auf dem eine Torarolle sich befindet. Wenn jemand aber von R. Elie͑zer einwenden wollte, der, als er sich einst auf ein Bett gesetzt und sich erinnert hatte, daß eine Torarolle sich auf diesem befinde, hinabglitt und sich auf die Erde setzte, und es ihm ebenso war, als hätte eine Schlange ihn gebissen, so befand sich in jenem Falle die Torarolle auf der Erde.

8R. Jehuda sagte im Namen Šemuéls: Hat man siein der Art eines Briefesgeschrieben, so ist sie untauglich. – Weshalb!? – Dies ist aus [dem Worte] schreiben zu entnehmen, das auch bei der Torarolle gebraucht wird.

9Ferner sagte R. Jehuda im Namen Šemuéls: Hat man sie an einen Stockgehängt, so ist sie untauglich. – Weshalb!? – Es heißt:an deine Tore. Ebenso wird auch gelehrt: Hat man sie an einen Stock gehängt oder hat man sie hinter die Türangebracht, so ist dies gefährlichund man hat das Gebot nicht ausgeübt.

10Im Hause des Königs Monobaz verfuhren sie so bei ihren Absteigehäusern, als Erinnerung an die Mezuza.

11Ferner sagte R. Jehuda im Namen Šemuéls: Es ist Gebot, sie innerhalb des Hohlraumes der Tür anzubringen. – Selbstverständlich, der Allbarmherzige sagt ja: an (in) deine Tore!? – Raba sagte, es sei Gebot,

Text: „Der Babylonische Talmud", übers. Lazarus Goldschmidt (1929, † 1950), gemeinfrei. Digitale Quelle: Sefaria.