Menachot — Blatt 33a
1sie innerhalb der Handbreite vor der Straße anzubringen, somit könnte man glauben, je weiterdesto besser, so lehrt er uns.
2Ferner sagte R. Jehuda im Namen Šemuéls: Hat man sie auf zwei Blätter geschrieben, so ist sie untauglich. Man wandte ein: Hat man sie auf zwei Blätter geschrieben und an beide Pfosten angebracht, so ist sie untauglich. Demnach ist sie tauglich, wenn an einen Pfosten!? – Er meint, sodaß sie an beide Pfosten angebracht werden kann.
3Ferner sagte R. Jehuda im Namen Šemuéls: Bei der Mezuza richte man sich nach der Türangel. – Was heißt: Türangel? R. Ada erwiderte: Die Angelpfanne. – Was heißtdies? – Beispielsweise bei einer Tür zwischen zwei Räumen, einem Raume für Männer und einem Raume für Frauen.
4Einst baute der Exilarch ein Haus und sagte zu R. Naḥman, daß er die Mezuza anbringe. Da sprach dieser: Hänge zuerst die Türen ein.
5R. Jehuda sagte im Namen Rabhs: Hat man sie in der Art eines Riegelsangebracht, so ist sie untauglich. – Dem ist ja aber nicht so, als R. Jiçḥaq b. Joseph kam, erzählte er, daß alle Mezuzoth im Hause Rabbis nach der Art eines Riegels angebracht waren, und daß die Tür, durch die Rabbi ins Lehrhausging, keine Mezuza hatte!? – Das ist kein Einwand; eines, wenn sie die Form eines Pflockes hat, und eines, wenn sie die Form eines Kniestückes hat, –
6Demist ja aber nicht so, die Tür, durch die R. Hona ins Lehrhaus zu gehen pflegte, hatte ja eine Mezuza!? – Diese wurde oftbenutzt. R. Jehuda sagte nämlich im Namen Rabhs, daß man sich bei der Mezuza nach der Benutzung richte.
7R. Zera sagte im Namen R. Mathnas im Namen Šemuéls: Es ist Gebot, sie am Anfang des oberen Drittelsanzubringen. R. Hona aber sagte: Eine Handbreite über dem Erdboden und eine Handbreite von der Oberschwelle entfernt; die ganze übrige Tür ist für die Mezuza tauglich.
8Man wandte ein: Eine Handbreite über dem Erdboden und eine Handbreite von der Oberschwelle entfernt; die ganze übrige Tür ist für die Mezuza tauglich – so R. Jehuda. R. Jose sagte:Du sollst sie binden, da sollst sie schreiben; wie das Binden hoch obenerfolgt, ebenso auch das Schreibenhoch oben.
9Allerdings ist R. Hona der Ansicht R. Jehudas, wessen Ansicht aber ist Šemuél, weder wie R. Jehuda noch wie R. Jose!?
10R. Hona, Sohn des R. Nathan, erwiderte: Tatsächlich wie R. Jose,
Text: „Der Babylonische Talmud", übers. Lazarus Goldschmidt (1929, † 1950), gemeinfrei. Digitale Quelle: Sefaria.