Menachot — Blatt 49b

1Wahrscheinlich also, wenn nicht [beide] vorhanden sind. Ferner: sind beide für heute, weshalb dies, von häufigerem und heiligerem ist ja das häufigere bevorzugter.

2Doch wohl [das eine] für morgen, und er lehrt, sie seien von einander nicht abhängig, demnach gleichen sie einander.

3Abajje entgegnete: Tatsächlich, wenn [beide] vorhanden sind, hinsichtlich des Vorangehens, wenn du aber einwendest, diesemdürfe nichts vorangehen, so ist dies nur Gebot. –

4Komm und höre: Es mußten mindestens sechs untersuchte Lämmer im Lämmerstalle sein, wie für einen Šabbath und die beiden Festtagedes Neujahres.

5In welchem Falle, sind beständige Opfer und Zusatzopfer vorhanden, so sind ja mehr erforderlich;

6wahrscheinlich also, wenn [letztere] nicht vorhanden sind, somit ist hieraus zu entnehmen, daß die beständigen Opfer bevorzugtersind. –

7Nein, tatsächlich wenn sie vorhanden sind, nur meint er es wie folgt: es müssen mindestens sechs untersuchte Lämmer vier Tage vor dem Schlachten im Lämmerstalle sein. Dies nach Ben Bag Bag,

8denn es wird gelehrt: Ben Bag Bag sagte: Woher, daß das beständige Opfer vier Tage vor dem Schlachten untersucht werden muß? Hierbei heißt es:ihr sollt wahren, mir zur bestimmten Zeit darzubringen, und dortheißt es: und es bleibe euch zur Verwahrung bis zum vierzehnten Tage,

9wie dort vier Tage vor dem Schlachteneine Untersuchung erforderlich ist, ebenso ist hierbei vier Tage vor dem Schlachten eine Untersuchung erforderlich.

10Rabina sprach zu R. Aši: Wieso sechs, es sind ja sieben erforderlich, denn es kommt ja noch das Morgen[opfer] des Dienstagshinzu!? –

11Nach deiner Auffassung sind ja acht erforderlich, denn es kommt ja noch eines für den Vorabend des Šabbaths hinzu!? –

12Das ist kein Einwand, dies ist zu verstehen, nachdem dieses dargebracht wordenist;

Text: „Der Babylonische Talmud", übers. Lazarus Goldschmidt (1929, † 1950), gemeinfrei. Digitale Quelle: Sefaria.