Menachot — Blatt 96a
1denn er befindet sich in Lebensgefahr. Der Streit zwischen R. Jehuda und R. Šimo͑n beruht vielmehr auf einer Überlieferung.
2Dies ist auch zu beweisen, denn es wird gelehrt: R. Šimo͑n sagt, man sage stets, die zwei Brote und das Schaubrot seien sowohl im Tempelhofe als auch in Beth Phage tauglich, Schließe hieraus.
3DAS KNETEN UND DAS BACKEN DES PFANNENOPFERS DES HOCHPRIESTERS ERFOLGEN INNERHALBUND SIE VERDRÄNGEN DEN ŠABBATH; DAS MAHLEN UND DAS SIEBEN VERDRÄNGEN DEN ŠABBATH NICHT. R. A͑QIBA SAGTE EINE REGEL: JEDE ARBEIT, DIE AM VORABEND DES ŠABBATHS VERRICHTET WERDEN KANN, VERDRÄNGT DEN ŠABBATH NICHT, UND DIE AM VORABEND DES ŠABBATHS NICHT VERRICHTET WERDEN KANN, VERDRÄNGT DEN ŠABBATH.
4BEI ALLEN SPEISOPFERN ERFOLGT DIE ZUBEREITUNG IN EINEM GEFÄSSEINNERHALB, NICHT ABER IN EINEM GEFÄSSE AUSSERHALB.
5DIE ZWEI BROTE HATTEN EINE LÄNGE VON SIEBEN HANDBREITEN, EINE BREITE VON VIER HANDBREITEN UND SPITZENVON VIER FINGERBREITEN. DAS SCHAUBROT HATTE EINE LÄNGE VON ZEHN HANDBREITEN, EINE BREITE VON FÜNF HANDBREITEN UND SPITZEN VON SIEBEN FINGERBREITEN.
6R. JEHUDA SAGTE: DAMIT MAN SICH NICHT IRRE, [MERKE MAN SICH:] ZDD JHZ. BEN ZOMA SAGTE:Und auf den Tisch lege vor mich beständig das Schaubrot; SCHAUBROT, ES SOLL EIN GESICHT HABEN.
7DER TISCH HATTE EINE LÄNGE VON ZEHN UND EINE BREITE VON FÜNF [HANDBREITEN] UND DAS SCHAUBROT HATTE EINE LÄNGE VON ZEHN UND EINE BREITE VON FÜNF [HANDBREITEN];
8MAN LEGTE SIEDER LÄNGE NACH ÜBER DIE BREITE DES TISCHES UND SCHLUG AUF JEDER SEITE ZWEIEINHALB HANDBREITEN HOCH, SO DASS DIE LÄNGE DIE BREITE DES TISCHES EINNAHM – SO R. JEHUDA.
9R. MEÍR SAGTE: DER TISCH HATTE EINE LÄNGE VON ZWÖLF UND EINE BREITE VON SECHS UND DAS SCHAUBROT EINE LÄNGE VON ZEHN UND EINE BREITE VON FÜNF;
10MAN LEGTE SIE DER LÄNGE NACH ÜBER DIE BREITE DES TISCHES UND SCHLUG AUF JEDER SEITE ZWEI HOCH; ZWEI WAREN IN DER MITTEFREI, DAMIT DAZWISCHEN LUFT KOMME.
11ABBA ŠAÚL SAGTE: DA STELLTE MAN DIE ZWEI SCHALEN WEIHRAUCH DES SCHAUBROTES HIN. SIE SPRACHEN ZU IHM: ES HEISST JA:lege auf jede Schicht reinen Weihrauch!? ER ERWIDERTE IHNEN: ES HEISST JA AUCH:aufihm der Stamm Menaše.
12DA WAREN VIER TRÄGER AUS GOLD, VON OBEN AB EINGEKERBT, AUF DIE MAN SIE STÜTZTE, ZWEI FÜR DIE EINE SCHICHT UND ZWEI FÜR DIE ANDERE SCHICHT; FERNER WAREN DA ACHTUNDZWANZIG STÄBE, IN DER FORM VON GETEILTEN, HOHLEN RÖHREN, VIERZEHN FÜR DIE EINE SCHICHT UND VIERZEHN FÜR DIE ANDERE SCHICHT.
13WEDER DAS ORDNEN DER STÄBE NOCH IHRE FORTNAHME VERDRÄNGTE DEN ŠABBATH; VIELMEHR GING ER AM VORABEND DES ŠABBATHS HINEIN, ZOG SIE HERAUSUND LEGTE SIE ÜBER DIE LÄNGE DES TISCHES.
14ALLE GERÄTE, DIE IM TEMPEL WAREN, STANDEN IHRER LÄNGE NACH IN DER LÄNGSRICHTUNG DES HAUSES.
15GEMARA. BEI ALLEN SPEISOPFERN ERFOLGT DIE ZUBEREITUNG IN EINEM GEFÄSSE INNERHALB. Man fragte Rabbi: Woher dies? Er erwiderte ihnen: Es heißt:Und er sprach zu mir: das ist die Stelle, wo die Priester das Sündopfer und das Schuldopferkochen, wo sie das Speisopfer backen, um es nicht nach dem äußeren Hofe zu bringen.
16Das Speisopfer gleicht dem Schuldopfer und dem Sündopfer, wie das Schuldopfer und das Sündopfer eines Gefäßesbenötigen, ebenso benötigt auch das Speisopfer eines Gefäßes.
17DER TISCH HATTE EINE LÄNGE VON ZEHN.
18R. Joḥanan sagte: Nach demjenigen, welcher sagt, es seien zweieinhalb Handbreiten hochgeschlagen worden, ergibt es sich, daß der Tisch fünfzehn Handbreiten nach oben heiligte, und nach demjenigen, welcher sagt, es seien zwei Handbreiten hochgeschlagen worden, ergibt es sich, daß der Tisch zwölf Handbreiten nach oben heiligte. –
19Es kommen ja noch die Stäbehinzu!? – Die Stäbe waren eingedrückt. –
20Wohl aus dem Grunde, weil die Brote muffig werden könnten, und auf diese Weisewurden sie es ja!? – Etwas standen sie ab. –
21Dieses etwas kommt ja hinzu!? –Da es keine Handbreite betrug, rechnet er es nicht mit. –
22Es kommen ja noch die Schalen hinzu!? –Sie saßen in den Brotenund reichten bis zu den Broten. –
Text: „Der Babylonische Talmud", übers. Lazarus Goldschmidt (1929, † 1950), gemeinfrei. Digitale Quelle: Sefaria.