Menachot — Blatt 99a
1Erklärlich ist die Ansicht desjenigen, der von Norden nach Südensagt,
2nach demjenigen aber, der von Osten nach Westen sagt, ergibt es sich ja, da der Abstand zwischen dem Tische und der Wand zweieinhalbEllen, dieser selbst eine Elle, der Abstand zwischen einem und dem anderen zweieinhalb Ellen,
3dieser selbst eine Elle, der Abstand zwischen einem und dem anderen zweieinhalb Ellen und dieser selbst eine Elle einnahm, daß die Tische eine halbe Ellein die Südseite hineinragten!? –
4Du glaubst wohl, der Tisch Mošes habe zwischen diesen gestanden, nein, er stand oben und diese wurden ein wenig niedriger gesetzt, wie Schüler vor ihrem Lehrer sitzen.
5Die Rabbanan lehrten: Zehn Tische fertigte Šelomo; man schichtete [das Schaubrot] aber nur auf den Mošes auf, denn es heißt:und den Tisch, auf dem das Schaubrot war, aus Gold.
6Zehn Leuchter fertigte Šelomo; man zündete aber nur den Mošes an, denn es heißt:und zündeten abends den goldenen Leuchter und seine Lampen an.
7R. Elea͑zar b. Šammua͑ sagte: Man legte es auf alle nieder, denn es heißt:die Tische und auf ihnen das Schaubrot; man zündete alle an, denn es heißt:die Leuchter und ihre Lampen, damit sie nach Vorschrift vor dem Allerheiligsten angezündet werden, aus feinem Golde.
8R. Jose b. R. Jehuda sagte; Man schichtete sie nur auf den Mošes auf und [der Schriftvers:] die Tische und auf ihnen das Schaubrot, spricht von den drei Tischen im Tempel; zwei waren in der Vorhalle innen an der Tür des Hauses, einer aus Silberund einer aus Gold;
9auf den silbernen setzte man das Schaubrot ab beim Hineingehen und auf den goldenen beim Herauskommen, weil man beim Heiligen steigert und nicht herabsetzt; und einer aus Gold innerhalb, auf dem das Schaubrot sich dauernd befand. –
10Woher, daß man nicht herabsetze? Rabbi erwiderte: Die Schrift sagt:Moše richtete die Wohnung auf, er stellte ihre Schwellen hin und setzte ihre Balken darauf und machte ihre Riegel fest und setzte ihre Säulen auf. –
11Und woher, daß man steigere? R. Aḥa b. Ja͑qob erwiderte: Die Schrift sagt:die Pfannen dieser Sünder um den Preis ihres Lebens, und man mache daraus Blechplatten zum Überzuge für den Altar; sie haben sie vor den Herrn gebracht, und so sind sie heilig geworden; sie sollen den Kindern Jisraél als Denkzeichen dienen. Ursprünglich waren sie Dienstgeräte des Altars und nachher gehörten sie zum Altar selbst.
12Die du zerbrochen hast, und lege sie in die Lade. R. Joseph lehrte: Dies lehrt, daß die Tafeln und die Bruchstücke der Tafeln in der Lade lagen. Hieraus, daß man einen Schriftgelehrten, der durch Mißgeschick sein Studium vergessen hat, nicht verächtlich behandle.
13Reš Laqiš sagte: Zuweilen
Text: „Der Babylonische Talmud", übers. Lazarus Goldschmidt (1929, † 1950), gemeinfrei. Digitale Quelle: Sefaria.