Nasir — Blatt 13b
1so war es ihm peinlich, wenn jemand gesagt hat: ich will Nazir sein, wenn jener einen Sohn bekommt, und ein anderer dies hört und spricht: ich ebenfalls; bezieht er dies, da es in seiner Abwesenheit erfolgt, auf sich selbst, oder meint er es wie folgt: dies wäre mir ebenso lieb wie dir. – Dies bleibt unentschieden.
2[WENN JEMAND GESAGT HAT:] ICH WILL NAZIR SEIN, UND WIEDERUM NAZIR SEIN, WENN ICH EINEN SOHN BEKOMME, UND NACHDEM ER SEINES ZU ABSOLVIEREN BEGONTXEN HAT, IHM EIN SOHN GEBOREN WIRD, SO BEENDIGE ER SEINESUND ABSOLVIERE DANN DAS WEGEN SEINES SOHNES. WENN [ER ABER GESAGT HAT:] ICH WILL, WENN ICH EINEN SOHN BEKOMME, NAZIR SEIN, UND AUSSERDEM NAZIR SEIN, UND NACHDEM ER SEINES ZU ABSOLVIEREN BEGONNEN HAT, IHM EIN SOHN GEBOREN WIRD, SO UNTERBRECHE ER SEINES, ABSOLVIERE DAS WEGEN SEINES SOHNES UND BEENDIGE DANN SEINES.
3Raba fragte: Wie ist es, [wenn jemand gesagt hat:] ich will nach zwanzig Tagen Nazirsein, und hundert Tage von jetzt ab? Erstreckt sich [das Nazirat] auf diesenicht, da das hunderttägige in zwanzig [Tagen] nicht beendetist, oder erstreckt es sich auf diese, da auch nachher die Dauer des Haarwuchsesvorhanden ist? –
4Sollte er doch hinsichtlich eines kürzeren Naziratesgefragt haben!? – Er fragte hinsichtlich des einen mit Bezugnahme auf das andere.
Text: „Der Babylonische Talmud", übers. Lazarus Goldschmidt (1929, † 1950), gemeinfrei. Digitale Quelle: Sefaria.